Nach der HALLZig Tour sind schon wieder etliche Tage ins Land gegangen und das Rad-Training musste für andere schöne Aktivitäten pausieren. Aber gestern, 10.9., konnte es wieder auf die Piste gehen.
Zwar war es eigentlich viel zu warm, um große Leistungen zu erbringen, aber wer weiß, wie lange das Wetter noch so herrlich bleibt.
Lecker Eis auf halber Strecke 🙂
Grau in Grau, Regen und damit unangenehmere Temperaturen kommen schneller als man denkt… Also los ging’s auf eine 135 km Runde Richtung Fürstenwalde/Spree entlang schöner Seen und auf prima präparierten Radwegen. Auch wenn die ein oder andere Eichel zu viel auf den Wegen lag. Es ist Natur, das muss so sein.
Teilweise bin ich auf den Strecken des Ironman 70.3 Wenn er gefahren. Die Iron-Frauen und Männer waren aber schon größtenteils durch – außerdem hatte ich da nicht mithalten können – viel zu schnell, wie nachher die Statistiken in (c)((R) Strava zeigten 😉 – anders auch nicht zu erwarten.
Erstmals in diesem Jahr habe ich es endlich geschafft nicht nur der Zielerreichung der Gesamtkilometer hinterher zu laufen, sondern etwas Puffer zu schaffen.
Heute gehts bei Leipzig zu einer Ausfahrt – ich hoffe, der Regen wird nicht ganz so massiv. Es geht zum ersten Mal auf die Strecke – ich lass mich überraschen
Ich muss Mal etwas über die Rv520 – Teilstück Sauda bis Abzweig bei Håra (Übergang zur E314) – loswerden. Die Strecke – ca. 40km – bin ich in diesem Urlaub drei Mal gefahren – ich glaube früher auch schon mal – jedenfalls habe ich mich gleich „heimisch“ gefühlt :-).
Dieses Mal wares es zwei Mal in Richtung Håra und einmal von der Trolltunga-Wanderung kommend, in Richtung Sauda.
Die Strecke ist für mich aus 3 Gründen faszinierend:
Die Landschaft und die Lage
Fahrgefühl
Sportlichkeit
Die Strecke bietet alles auf, was man sich vorstellen kann und deshalb sollte es ein Muss sein, wenn man in der Gegend ist – auch wenn man nicht gern Auto fährt (es geht auch mit dem Rad 😉 ) . Von hügeligen, felsigen Gebieten bis weit ausladenden Panorama-Aussichten tief hinunter ins Tal. Nicht alle lieben es an einem tiefen Abhang direkt entlang zu fahren. Ich bin zwar auch kein Höhenbändiger par excellence aber das macht mir so nichts aus.
Viele, klare, größere und kleinere Seen runden das sehr imposante Bild ab. Und um all dieses schlängelt sich die RV520 mal sehr eng mal etwas breiter, so dass immer gerade zwei Fahrzeuge aneinander den Weg vorbei finden. Mal geht es steil, kurvig in Serpentinen hinauf, mal genauso bergabwärts. Es wechselt sich immer wieder ab . Es wird nie eintönig. Das macht gerade auch den Fahrgenuss aus – immer in Bedacht, dass ein Schaf auf der Straße (kein Pferd 😉 ) stehen oder ein Auto (groß oder klein) entgegenkommen könnte, kann man hier sein fahrtechnisches Können etwas ausreizen. Aber immer schön die max. Geschwindigkeiten einhalten.
Ich will aber auch nicht verschweigen, dass man „Pech“ haben kann und man zuckelt einer Karawane von Camping-Fahrzeugen hinterher. Dann hat man zwar auf jeden Fall den schöneren Blick für die Landschaft aber das sportliche bleibt hintendran.
Insbesondere wenn man die Möglichkeit hat mehrfach die Strecke zu fahren, kann man sich mal mehr oder weniger auf das Eine und das andere konzentrieren. Beim ersten Mal schlage ich vor genügend Zeit für Stopps einzuplanen, da man sich nicht genügend satt sehen kann an den Landschaften insbesondere, wenn die Sonne scheint.
Achtung, die besten Spotlights sind schon meistens gut mit Fahrzeugen belegt und es ist nicht so viel Platz da. Und leider zeigt sich hier und da der Egoismus der Fahrer, die ihre Fahrzeuge dann nicht so abstellen, dass sich weitere dazustellen können. Und bitte nicht in die Buchten stellen, die dafür gedacht sind, dass Autos auf der Strecke aneinander vorbeikommen oder in der Kurve ist auch kein guter Rat.
Der Wanderweg ist bezwungen – jedenfalls für heute – und die Trolltunga habe ich erreicht – ich habe auch darauf getanden – wirklich – aber es gibt kein Foto davon 🙁
Die Tour war wirklich schwer, aber ich wurde mit tollen Aussichten und bestem Wetter mit viel Sonne belohnt (außer dann am Abend – da gab’s ein paar Tropfen -aber nicht der Rede wert – bis jetzt) .
Ich musste doch vom Parkplatz 1 in Tyssedal starten, da beim P2 schon alles belegt war und P3 muss man vorher reservieren (da war Wochen vorher schon alles gebucht). Dies bedeutete , ich konnte nicht die kürzere Route mit nur 11 km nehmen, sondern musste die knapp 7 km vom P1 zum P2 noch bewältigen.
Damit stieg die zu erklimmende Höhenmeter-Anzahl von 900 m auf 1250 m. Und das hat ganz schön was ausgemacht – da auf den Weg voll die Sonne knallte – manchmal schon etwas zu heiß zum Wandern.
Die StreckeDie Eckdaten zur Strecke
Der vollgepackte Rucksack zog ganz schön an mir. 70 L auf dem Rücken ist etwas anderes als 20 oder 30, aber es musste auch einiges für die 2 Tage mit: Zelt, Schlafsack, ISO, Essen, Wechselsache,, Mütze, Schal und Getränke nicht zu vergessen. Wahrscheinlich habe ich dennoch zu viel mitgeschleppt – das sehe ich dann morgen nach der Rückkehr , was nicht angefasst wurde.
Der Rucksack
So jetzt liege ich im Zelt und lasse draußen den doch recht böigen Wind blassen, aber bisher nur wenig Regen. Mal sehen, wie es in der Nacht ist.
Bei schlechter Laune am Tag hilft sehr gut eine Runde auf dem Rad zu drehen. So geschehen am Donnerstag- da musste die schlechte Luft einfach mal raus und wie!!! Jedenfalls so einen Schnitt von knapp 31 km/h auf dieser Strecke, die ich doch häufiger fahre, hatte ich Solo noch nie auf dem Tacho (annähernd mal in der Gruppe).
Entweder meine Kondition ist inzwischen viel besser oder da war wirklich viel Stress und Nervensalat im Spiel, dass es so gut vorwärts ging. Sogar beim Gegenwind rückwärts war die Gesamtleistung einfach Spitze, einfach richtig klasse (oh was für ein Selbstlob – das gehört sich nicht). Vergessen war heute das das Rad derzeit zwei, drei Macken hat, die gefixt werden müssen (quietschende Bremsen hinten, knirschende Lenkerstange, leicht verstelltes Hörnchen vorne links….). Muss jetzt ch mal zum Fahrrad-Doc.
Aber das war zweitrangig: Hinterher habe ich mich so megamäßig gefühlt. Alles vom Tage war vergessen 👍😀! Das Adrenalin tat wirklich sein Bestes.
Und fast habe ich mein Planziel erreicht – nur wenige Kilometer fehlen. Dann bin ich endlich im Soll! Dieses Wochenende bin ich in Thüringen (Familientreffen zum 19.7. ), da kommt nüscht mehr an Km hinzu. Gut dass ich das Fahrtziel pro Woche schon leicht übererfüllt habe (km-technisch 😀: min 75km pro Woche).
Das Erreichen des Planziels zur Gesamtstrecke muss dann nächste Woche erledigt werden, genauso wie auch die verpasste wöchentliche Bewegungszeit auf dem Rad wieder eingehalten werden sollte – wenn man zu schnell ist, muss man häufiger aufs Bike um 5 h pro Woche zu erreichen.
Jedenfalls muss es erledigt sein bevor es am nächsten Wochenende in den Kurzurlaub nach Norwegen geht – da bleibt das Rad leider zu Hause – 7 Tage ohne Rad! Dafür ist aber eine 1-2 Tage Wanderung zur Trolltunga geplant.