das Jahr rast so vor sich hin – bald ist schon wieder Halbzeit – meine Güte….
Im ersten Halbjahr stand viel Arbeit auf dem Plan und nur wenig Erholungstage. Das wird sich auch im zweiten nicht großartig ändern, eher noch mehr werden.
Jetzt kommt das Aber: im zweiten Halbjahr steht Urlaub an – einmal mit meinem Neffen – da geht es auf seinen Wunsch nach Paris. Eigentlich als Wohnmobil-Tour angedacht, mussten wir aufgrund nicht vorhandener Wohnmobil-Kapa bzw. der dafür verlangten Geldmittel, (zwischen 1500 uns 2000 € für 8 Tage – happig), umdenken. So wird es nun eine Auto- und Hotelreise Ende Juli. Das wird auch super.
Und Ende September gehts dann ein zweites Mal, ebenfalls mit dem Auto, auf die Piste. Drei Sessions stehen auf dem Programm
Niederlande, nahe Amsterdam
Prenzlau mit Radrennen
Rügen ebenfalls mit Radrennen
Das wird bestimmt klasse. Die ersten paar Tage in NL werde ich, wie letztes Norwegen, ein wenig Workation (Arbeiten mit Urlaub) machen, um nicht soviel Urlaub zu verbraten.
Heute, 3.10., ist nicht nur Feiertag sondern es ist bestes Radwetter in Berlin und Brandenburg und das nutzen auch alle schön aus, um ’ne Runde mit dem Bike zu drehen. Nur wer sitzt mal wieder „zu Hause“? (Naja richtig wäre Prenzlau, aber dazu später mehr) :
Ja, natürlich ich – wer sonst. Weil ich mir zu unzeiten ’ne Erkältung eingefangen habe. Gerade jetzt, aber es ist immer ungünstig. So darf ich, wie so oft dieses Jahr, immer aus anderen Gründen, auch wieder nur Gast sein und nur zuschauen 🙁 , während meine Radkollegen, mit dem Wissen, dass es ab morgen (4.10.) nass, windig und hässlich werden soll, sich nochmals auf lange oder kurze Touren machen und somit die letzten Sonnenstrahlen einfangen.
Traurig, was für eine herrliche Tour
Irgendwie steckt in diesem Jahr aber der Wurm drin, was die radsportliche Bilanz bis hierher angeht. Es gab gefühlt seit Ende Mai, bis auf wenige Ausnahmen, entweder nur freie Tage mit Regen, da wollte ich nicht aufs Rad, oder schöne Tage, die nicht mehr frei bzw. verplant waren, und da konnte ich auch nicht aufs Rad.
Ich sollte an solchen Tagen alle Sozialen Medien von Messagern bis Komoot oder Strava einfach ausschalten, dann bekomme ich es nicht auch noch mit, was die anderen für herrliche Touren machen. So ärgere ich mich noch zusätzlich, wie ich mich gestern selbst dabei ertappt habe.
Das aktuelle Wochenende haut gleich dreifach rein. Erstens durch die blödsinnige Erkältung, zweitens durch den Wetterumschwung von Sonne auf Regen am Samstag (ja der ist schon da – recht windig ists ) und drittens den für mich geplatzten Hügelmarathon ebenfalls am Samstag.
Gestern, Freitag
Heute, Samstag
(c) (R) Regenradar: Prognose für 4.10.25
Auf diesen hatte ich mich das ganze Jahr schon gefreut, da die Strecke mir Spaß macht – auch wenn diese nicht überall perfekt ist. So saß ich deswegen mit meiner roten Nase und ’nem Haufen von Taschentücher nicht zu Hause sondern in meinem Hotelzimmer in Prenzlau anstatt den schönen Tag heute anders nutzen zu können. Leider hatte ich das Zimmer schon so umgebucht und dann meine Stornierungsoption verloren. Das Hotel vergibt zum Hügelmarathon nur Mindestaufenthalte von 2 Tagen. Ich hatte aber fermündlich auf einen Tag heruntergehandelt. Das ging einher, das ich nicht mehr kostenlos stornieren konnte. So ist das halt.
Der Hügelmarathon für meine Strecke ist nun ohne mich 8:30 Uhr gestartet – als Andenken habe ich mir wenigstens aber gestern die Startnummer besorgt. Dann war die Fahrt nicht ganz umsonst, hahaha 🙃
Startnummer Hügelmarathon
Wenn ich mir die aktuelle Windprognose anschaue, wird dies heute für alle die antreten, neben dem Regen, zum Windspiel und sicherlich kein Zuckerschlecken
(c) (R) Regenradar: Windprognose 4.10.
Ein Bild aus meinem Hotelfenster zeigt die das hässliche Herbstwetter
Blick aus dem Hotel Uckermark
Was steht sonst noch an: Gestern war ich zum Zeitvertreib noch im Kino – gleich hier in Prenzlau, im Union Theater und hab mir Avatar – The Way of Water aus 2022 angeschaut (Start 19:30 Uhr, Ende ca. 23:00 Uhr) . Das war eine Wiederaufführung (nur für eine Woche in 3D Kinos, ab 3.10.), bevor im Dezember 25 der nächste Teil ins Kino kommt – Fire and Ash. Insgesamt hat mir der Film gut gefallen – tolle Bilder in 3D – war kurzweilig – dennoch etwas lang mit ca. 3h und einer knappen Storyline. Aber die Unterhaltung zählt und das passte. Den Husten und Schnupfen konnte ich einigermaßen in Zaum halten, so dass die anderen Kinozuschauer hoffentlich nicht gestört wurden.
Ansonsten geht es jetzt gleich von Prenzlau – nach gutem Frühstück – auf die Strecke nach Leipzig. Dort steht heute im Täubchenthal ein „Neelix and Friends“– Event an und ich mach das auch nicht alleine mit die besten Freunde aus Berlin (ihr wisst schon The Transporter…) hatten mich gefragt, ob ich mitkommen mag.
Ticket Neelix, am 4.10.2025
Das kann toll werde, wenn hoffentlich die Erkältung etwas erbarmen hat… Aktuell ist aber der Schnief-Faktor und der Taschentuch-Verbrauch wieder sehr hoch – nächste Phase (nach Kopf, dann Hals, Husten, jetzt Nase… 🙃). Damit es nicht zu stressig wird, bleiben wir auch über Nacht in Leipzig, gleich um die Ecke beim Täubchenthal.
Strecke Berlin – Prenzlau – Leipzig (Spoiler es geht weiter nach Erfurt🚗, dann über Berlin nach Putbus 🚗 und dann wieder über Berlin nach München 🚅 – ein Zick-Zack durch Deutschland und hoffentlich über)
Am Samstag, 5.10.2024, war es wieder soweit, meine 2..Teilnahme beim Prenzlauer Hügelmatathon stand auf dem Plan. Gebucht war wieder die Fitness-Tour mit knapp 115 km Länge und da. 750 Hm.
(c)(R) komoot.de
Dieses Mal war es dennoch etwas anders:
1. Das bereits fürs Wochenende gebuchte Hotel hatte ich kurzfristig noch abgesagt, da eine Verkürzung von 2 Nächten auf eine nicht möglich war – frag mich nicht… So bin ich erst am Samstag-Morgen von Berlin nach Prenzlau angereist. Tags zuvor verhinderte ein zwar geplanter aber kurzfristig verschobener Zahnarzt-Termin die rechtzeitige vorherige Anreise – wer will schon mit ner dicken Wange losfahren. Und am Samstag war eine Geburtstagsfeier einer lieben Freundin und Kollegin in Berlin angesetzt, so dass der verlängerte Aufenthalt bis Sonntag von vorne herein eigentlich nicht mehr möglich war. Das wäre ich damals bei der Buchung noch nicht. Aber lieber rechtzeitig ein Hotel buchen und dann stornieren, anstatt gar kein Hotel vor Ort zu haben – das Angebot in Prenzlau ist immer stark begrenzt.
2. Das Wetter war anders als beim letzten Mal (siehe ) exzellent. Zwar zu Beginn recht frisch, aber kein Regen, kein allzu starker Wind, nur vereinzelt nasse Straßen. So macht es viel mehr Spaß, aber ich wäre sowieso gefahren.
Die Anreise am Samstagmorgen gestaltete sich problemlos. Nach einer sowieso auch für mich relativ kurzen Nacht, die noch jäh gegen halb 5 durch ein Klingeln der Polizei am Hauseingang meines Wohnkomplexes und einen darauffolgenden massiven und lauten Polizei-Einsatz vor und im Haus, gestört wurde, habe ich mich kurz nach 7 auf den Weg gemacht und war gegen 8:30 in Prenzlau. Also war genügen Zeit bis zum Start 9:20 Uhr die Anmelde-Unterlagen zu holen, die Startnummer mit Transponder am Rad und die Startnummer an der Kleidung zu befestigen, das Rad und mich noch mal zu checken und noch vorher einen großen Schluck aus einer der beiden mit Elektrolyt-Getränk gefüllten Trinkflaschen zu nehmen.
Kurz vor dem Start habe ich auch meine mitfahrenden Team-Kolleginnen und Kollegen getroffen. Unsere Gruppe bestand dann eigentlich aus 4 Teilnehmenden – 1xW und 3xM. Warum eigentlich: im vorne herein war klar, dass wir wohl dieses Mal doch nicht (lange) zusammen die Tour fahren werden – und so kam es auch. Der eine wollte richtig Pace machen – er ist gleich kurz nach Start abgedüst. Und das mitfahrende Paar hatte schon angedeutet, nach einer überstandenen Corona-Infektion recht langsam machen zu wollen / zu müssen, da die Kondition noch fehlte.
Start/Ziel Prenzlau, UferwegMein Bike mit Nr. 2001
Als Team-Player bin ich aber doch erst einmal mit den Zweien zusammen gefahren. Auf gerader Strecke war das Tempo in Ordnung – auch ich wollte nicht auf Teufel komm raus losbrettern (so das Ziel…). Aber an den ersten Hügeln war schon klar, das wird ziemlich langsam werden. Jedoch zählt eigentlich gemeinsam losfahren, gemeinsam ankommen und so bin ich die ersten knapp 10 bis 15km gemeinsam noch mit den beiden gefahren. Bis dann.ein steilerer Hügel kam und sie dann weit zurückblieben und ich habe schon gewartet und bin sehr langsam gefahren… Ich musste mich entscheiden: wollte ich wieder alleine fahren, da die vorherigen Fahrergruppen langsam unerreichbar wegfuhren oder warte ich noch. Lange gehadert und doch für Variante 1 in Abstimmung mit den beiden entschieden. Und dann habe ich auch Fahrt aufgenommen und habe die Lücke zu andern Gruppen wieder zugefahren. Das strengt an, da ich schneller als die Gruppe fahren muss und wenn diese aber schon knapp an meinem fahrerischen Limit fährt, heißt dies etwas über die Grenzen zu gehen – Immer mit Blick darauf erst am Anfang der Tour zu stehen es warten noch ca. 95 km….
Das hat dann gut geklappt und ich habe mich erst einmal hinten reingehängt – Kraft sparen durch Windschatten! Durch das tolle Wetter rollte es super und aus dem ich fahre auch etwas langsamer, wurde schnell ein Durchgangstempo von ca. 30-32 km/h daraus. Genial – so lief es bis zur ersten Verpflegungsstelle – dann habe ich die Truppe leider verloren – ich habe wahrscheinlich zu lange Pause gemacht!? Hier habe ich auch meine 2 Mitstreiter getroffen. Die gerade ankamen, als ich losfuhr (also ca. 20 min hinten dran)
Verpflegung Templin
Nach einer Stärkung mit Kaffee, Fett-Brot und Kuchen ging’s dann weiter. Knapp 2/3 der Distanz waren noch zu bewältigen. Nach einer kurzen Solofahrt konnte ich mich an eine Mini-Truppe aus 2 Fahrenden anschließen. Einer davon fuhr ohne Klick-Pedale (Nur Drück- aber keine Zieh-Kraft an der Kurbel) und mit einem schon älteren Rad-Model und war auch älter als ich – aber der hattet einen Wums drauf . Da konnte ich gerade so mithalten. Zu dieser Gruppe gesellten sich durch Überholungen oder Zufahren von Lücken noch so 4-5 weitere Teilnehmende. Und so ließ es sich fahren. Ich musste an den Bergen nicht immer eng hinterherfahren – eigenes etwas langsameres Tempo – die kleinen Lücken habe ich dann auf Flachdtücken oder Abfahrten wieder geschlossen. Und so lief es bis zur zweiten Verpflegung, 25km vor dem Ziel. Hier bin ich gewollt etwas früher los, als die anderen.
Und dies war im Nachhinein suoer, da ich eine neue Truppe gefunden hatte, die richtig die Pace gemacht haben. Wie gesagt, ich wollte eigentlich etwas ruhiger machen. Mit der Gewissheit das Ziel vor Augen habe ich alles mobilisiert und so sind wir zusammen ca. 10km ein Tempo zwischen 35-42 km/h gefahren Und das rollte verdamme gut, auch wegen des auf diesem Teilabschnitt herrschenden Rückenwinds. Dann machte die Gruppe plötzlich schlapp und ich ging alleine voraus. Und vorne alleine zu fahren ist doch noch etwas anderes als im Windschatten. Zunächst versuchte die Gruppe noch dran zu bleiben, musste aber anreisen lassen. So dass ich die letzten 12 km alleine gefahren bin. Aber es lief weiterhin gut und ich hatte noch Energie – das war auch schon anders. Aber ab Km 105 ging es fast nur noch bergab bzw. flach.
Nach knapp 115km und Fahrzeit von 4:06h bin ich dann gut im Ziel wieder angekommen.
Fazit: Es war eine schöne Tour – wenn ich mal das Loch-an-Loch-Teilstück vor der 2. Verpflegung unterschlage (Katastrophe). Dieses Mal ging’s quer durch die Gruppen – viele neue Leute “kennengelernt“ – wie es so auf dem Rad gehen kann. Drum vielen Dank an alle, die mit mir gefahren sind, und die mir hier und da Windschatten gespendet haben! Ich bin total mit meinem Abschneiden zufrieden und glücklich – 27,8 km/h Durchsnitt, dass ist mehr als am Anfang erwartet :-).
Aber ein kleines Manko gabs: Ich hatte mich viel zu warm angezogen – also die Sonne raus kam – schwitzte ich gewaltig – aber lieber so als andersherum. Erschwitzt ist noch niemand, oder? 😉
Im Ziel habe ich noch auf meine zwei eigentlichen Mitstreiter gewartet, die ca. 30 min später im Ziel eintrafen. Der schnellste unserer “Truppe“ war zu diesem Zeitpunkt schon auf dem Weg nach Hause. Das habe ich auch gemacht und war gegen 16:30 Uhr wieder daheim…dann hieß es fix machen 6 Uhr startete die Party. Dank guter Vorbereitung war ich nur 10min später, was mit der Gastgeberin aber abgestimmt war. Und die Party konnte starten!
Nach Zahnarzt, Polizeieinsatz, Radtour und Geburtstagsparty brauche ich heute mal ein wenig Ruhe – ich bin halt keine 29 mehr 😉
Nachdem nassen Vergnügen letzte Woche beim Hügelmarathon in Prenzlau hatte ich die ganze Woche das Wetter verfolgt und es sah zunächst gar nicht nach Fahrrad-Wetter in der Region Berlin/Brandenburg aus. Regen, Regen, Regen…
Um nicht jetzt schon im Oktober komplett auf das Radtraining outdoor verzichten zu müssen, hatte ich mir zum Anfang der Woche schon einen Plan geschmiedet nach Mecklenburg -Vorpommern und Schleswig-Holstein mit einer Tour von Wismar nach Lübeck auszuweichen.
(c)(R) komoot -Ersatzplanung für 14.10.2023
Zeitgleich hatte ich noch an unser BRS-Cycling Team im Chat eine Umfrage eingestellt, wer auch am Wochenende den Sommer verabschieden wollte. Die Resonanz war leider nicht so gut, da schon 50% nicht von der Rolle sondern auf die Rolle umgestiegen sind – haben also die Outdoor-Aktivitäten mit dem Rad für dieses Jahr eingestellt.
Meine Rolle zu Hause – flexible, wenn man nur ein Rad hat
Naja, es kam sowieso anders… Ab Mittwoch öffnete sich die Chance doch in Berlin/Brandenburg ohne Regen „auf die Straße“ gehen zu können und dies wurde tatsächlich von Tag zu Tag realer und Freitagabend kam tatsächlich dann doch noch eine Anmeldung zum Mitfahren für Samstag – ist immer gut, nicht alleine loszufahren. – so beschloss ich, doch nicht für die Radtrip Richtung Ostsee wegzufahren.
(c)(R) Regenradar
Das Regenband, dass quer über Deutschland Samstagfrüh vorüberzog (s.o.), haben wir dann noch abgewartet. Nach 10:00 Uhr war der Spuk erst einmal vorbei und eigentlich, ich komme später darauf zurück, sollte für den Rest des Tages auch kein Regen mehr auf unserer Tour anstehen.
Kein Regen – schön und gut – aber den Wind konnten wir nicht abstellen – auf Böen bis zu 45-50 km/h mussten wir uns schon einstellen und zwar leider mit Windrichtung von West nach Ost bzw. Nordost. Also genau unsere Richtungen der Standard-Wege…
Der Regen war tatsächlich 10:00 Uhr vorbei – dann noch die Strecke etwas abtrocknen lassen – Unfallgefahr minimieren – so dass zunächst für 11:30 Uhr, korrigiert 11:45 Uhr, der Start am üblichen Treffpunkt verabredet wurde.
Ich hatte mir eine angepasste Strecke rausgesucht, die leider aufgrund des Windes und stark befahrener Streckenabschnitte nicht gut ankam. Ich bin da flexible und lass mich gern auch auf andere Strecken ein, so dass mein Companion das Routing übernommen hat.
Zum Start haben wir uns erst einmal Richtung Mühlenbeck explizit gegen den Wind aufgemacht , so das wir auch Radstrecken mit dem Wind dabei hatten. Dann ging’s Richtung Liebenwalde, Eberswalde und über Strausberg dann auch zurück.
(c)(R) komoot – Radtour 14.10.2023
Gegen den Wind war schon echt nicht leicht, zu Mal es böiger Wind von seit vorne war. Das heißt der Wind bläst dich fast von der Straße und du denkst ständig du fährst in leichter Schräglage, was nicht tatsächlich so ist – ist nur das Gefühl, da der Wind ja mit dir macht, was er will und nicht, was ich will 🙂 . Der Streckenabschnitt Liebenwalde – Eberswalde war dann die Strecke mit dem Wind und leider habe ich zu spät gemerkt, das ich ein wenig überpace – zu schnell unterwegs bin – das wird sich später noch etwas rächen. Aber dieser Abschnitt rollte super – 35iger Schnitt – nicht schlecht.
Vor Eberswalde machten wir einen kleinen Stopp, bei dem auch die Bilder (s. u.) entstanden. In Eberswalde muss man das Bergfahrer-Gen wecken, da insbesondere Richtung Bad-Freienwalde ein richtiger Anstieg auf einen wartet. Mein Companion ist am Berg immer besser als ich und hat dann auf mich gewartet, da ich runtergeschaltet habe und eher gemütlich hochgefahren bin. Hier habe ich am Ende des Hügels doch schon etwas in die Reserven gehen müssen – aber davon habe ich mich dieses Mal wieder erholt.
Wie schon geschrieben, führte unsere Strecke dann nicht weiter Richtung Bad Freienwalde sondern sind dann Abzweigung Richtung Strausberg gefahren. Bis kurz hinter Alt-Landsberg war die Welt für mich noch in Ordnung. Danach fing es an, dass ich vermehrt in die Reserven gehen musste. Jetzt war ich zudem auch noch dran, vorne zu fahren. Ich kann mich nicht die ganze Zeit hinten ziehen lassen – macht schickt sich nicht – so stand ich dann komplett im Wind (gegen den Wind schräg von Vorne kommend). Kurz-Analyse: aufgrund der langen Strecke, des böigen Windes und der zwischenzeitlich zu schnellen Geschwindigkeiten waren normale Fahrparameter nicht mehr drinne. Auf meiner ungeliebten Strecke zwischen Alt-Landsberg und Ortsbeginn Mehrow ging dann fast gar nicht mehr – erst einmal durchpusten. Und mein Companion schien anders als beim letzten Mal – da war es umgedreht – dieses Mal noch Bärenkräfte zu haben. Aber Aufgeben gibt es sowieso nicht. Zähne zusammenbeißen! Aber zusammen Losfahren heißt auch zusammen Ankommen.
Und dann zogen am Himmel, nicht wegen meiner Leistung 😉 , auch noch schwarze Wolken auf. „Da werden wir wohl nass werden“, meinte mein Mitfahrender noch und schwups fielen die ersten Tropfen am Ortseingang Mehrow.
Weiterfahren oder Unterstellen? – zunächst wollte ich weiterfahren – nur schnell nach Hause – habe aber den Rat zu einem Stopp angenommen und schnell haben wir uns in einer Bushaltestelle in Mehrow verkrochen. Dennoch ein paar Tropfen hatte uns und die Räder schon erwischt. Und nur gut, das wir uns untergestellt haben, denn das war mehr als nur Nieselregen. Das war ein zwar kurzer (5 min) aber sehr heftiger Schauer. Wir wären pitsche patsche nass geworden…
(c)(R) strava – Mehrow Bushaltestelle
So haben wir gewartet bis das gröbste durch war und sind dann die restlichen ca. 10 Kilometer angegangen. So gab’s nur noch nass von Vorne und Unten und nicht mehr so von Oben. Dennoch hat es aber auch gereicht – da ich dieses Mal keine Regenjacke dabei hatte.
Komischerweise nach dem Regen war meine Konstitution wieder besser und wir mussten nicht nach Hause schleichen – auch wenn wir auf die nassen Straßen achten mussten, um nicht noch zu stürzen. Das kann mit den dünnen Reifen sehr schnell gehen…
Was wäre gewesen, wenn ich vorher nicht so langsam unterwegs gewesen wäre, hätten wir eine Chance gehabt, vor dem Regen zu Hause anzukommen? Womöglich! Das Hätte, Wäre, Wenn- Spiel lasse ich mal sein…das ärgert mich sonst noch. Auch wenn ich froh war zu Hause zu sein, aus den Klamotten raus zu kommen und unter die warme Dusche springen zu können, war es insgesamt eine wunderbare Tour mit nicht ganz einfachen Windbedingungen aber mit nochmal für Oktober guten Temperaturen und zwischenzeitlich sogar Sonne und das nicht nur am Himmel 🙂 .
Und mit 145 km ist die Tour viel länger ausgefallen als ich geplant hatte. Das heißt ich bin sehr, sehr zufrieden darüber. Und nur so reizt man seine Grenzen aus und weiß, wo man dran arbeiten muss.
Jetzt geht dennoch langsam die Outdoor-Saison zu Ende -aber vielleicht lässt das Wetter auch im Winter ein paar Fahrten zu – Mal sehen.
Jetzt stehen noch zwei wichtige Ziele auf dem Plan: 1.) Jahresziel: Gesamtstrecke Radfahren von 3.000km
(c)(R) strava.com – Jahresziel ist im Blick und noch zu schaffen
Nächste Woche Sonntag, 22.10.2023 11:10 Uhr, steht zum ersten mal für mich die RügenChallenge an – mein gewähltes Ziel 107 km. Wenn dieses halbwegs so läuft, wie diesem Samstag, 14.10., dann will ich auch dann sein. Wobei Rügen ist hügelig und wellig und meist ist es zu dieser Jahreszeit sehr windig. Zu dem ein weiterer, kleiner Wermutstropfen: die Temperaturen sollen einstellig werden (6-7 Grad). Wir „sprechen“ uns nächste Woche….