Zweiter F1-Tag am Red Bull Ring – 27.6.2026

Wie frisch aus dem Ei gepellt und nach einem leckeren Frühstück – mal Essentiell mal ausgiebig – je nach Person – ging es etwas „verspätet“ los zum zweiten Abenteuer-Spieltag an den Red Bull Ring. Wir haben aber allerdings überhaupt keinen festen Terminplan – daher konnten wir gar nicht verspätet sein 😉 Heute Trödelei hier, gestern woanders 😉

Der Verstappen Fan

Auf der Stecke war jetzt nichts essentielles außer die Vorfreude auf den zweiten Tag. Das heißt es lohnt sich auch nicht wirklich darüber zu schreiben…

Strecke zum Red Bull Ring

Generell konnten wir feststellen, dass schon wesentlich mehr los war im Ort Spielberg als tags zuvor zur Training-Session. Mehr Fahrzeuge, mehr Radfahrer, mehr Leute – aber unser Fahrer The Transporter hat uns wieder gut zur Strecke gebracht. VIP P4 Parken war wieder das Ziel, wobei ich mich am Abend fragen werde, warum VIP Parken.

Auf jeden Fall hatten wir uns heute ganz fest vorgenommen, unser mitgebuchten, klimatisierten Shuttel-Bus zu benutzen. Also sind wir zunächst zum mit Paddock Club markierten Bereich gelaufen und haben uns zu den anderen Wartenden hinzugesellt. Vor unseren Augen fuhren leider zwei Shuttle Busse weg und dann ging das Warten los… Aber irgendwie tat sich dann nicht mehr. Zwar kamen ständig Shuttles für die mit Heli-Anreisenden aber nicht für uns 🙁

Und nach 15 min verlor der Joshi-X zuerst die Nerven und schlug vor, wieder zu laufen. Dem Vorschlag schloss sich dann auch die Partnerin von The Transporter an – in Widerspruch zu The Transporter – der zurecht missgestimmt (ein bisserl auch auf uns) mitlief. Zunächst gings flott – doch dann kam die Rache. Ca. 200 m vor dem Einlass stoppte der Menschstrom – Stau vor dem Security Check bei schon zu dieser Zeit unmenschlicher Hitze. Das trug natürlich nicht zur Stimmung bei. Langsam, sehr langsam schob sich die Menschenmasse nun Schritt für Schritt voran. Die Vorstellung, das wir mit unseren speziellen Tickets uns etwas vorbeimogeln können, verlief schnell im Sande. So mussten wir das Prozedere des Checks der Taschen (heute ohne Verluste) über uns ergehen lassen. Die Stimmung war dadurch am eisigen Tiefpunkt an diesem Tag angelangt – aber nicht lange – und die Hitze brachte die Stimmung schon bei der F3-Sprintrennen wieder ans kochen. Das muss die Freundschaft auch mal aushalten. Gut gemeint, ist nicht immer gut gemacht. Und Sonntag zum Rennen warten wir auf den Shuttle – sicher!

Nach der F2-Session haben wir uns dann für die Track-Tour am Nachmittag vormerken lassen – ab 13:40 Uhr gabs die Information – ob, wie die freundliche Service-Mitarbeiter am Experience Stand sagte, wir im Lotto gewonnen haben, also ein Ticket für die Track Tour für 15:10 Uhr erhalten haben. Ergebnis schon mal vorweg genommen: Joshi-X = ja, The Transporter und Partnerin = nein. 🙁 Mist! Ich bekam aber die „Erlaubnis“ von den Zweien später dann alleine auf die Track/Truck-Tour (meine zweite ) zu gehen. Da es noch eine zweite Tour – 17:10 Uhr – an diesem Tag gab, zum Glück kein Problem – dafür meldete sich dann The Transporter gleich an und musste dann bis 15:40 Uhr zur Entscheidung warten. Ja, das hat geklappt und ich war so frech mich auch anzumelden und bekam auch wieder ein Pass – ein Sticker. So konnten wir dann später gemeinsam noch einmal auf die Strecken-Fahrt gehen. Schön 🙂

Zwischenzeitlich war dann viel los, das Qualifying zum Porsche-Mobil1-Rahmen-Rennen lief und die Formel 1 absolvierte zwischen 12:30 Uhr – 13:30 Uhr die 3. Training Session – letzte Vorbereitungen und Abstimmungen zum Qualifying für das Rennen am Sonntag.

Die Hitze drückte ganz schön auf der Terrasse des 1. Stocks des Paddock Clubs und Erfrischung musste her. So machten wir uns über die Club Lounge im 1. Stock – heute mit Live-Saxofon-Solist zu bekannten Popmelodien- und lecker Eis und Pizza – auf zu unseren reservierten Plätzen im F1 Experience Club zu gehen. Jedoch konnten wir die Partnerin von The Transporter nur sehr schwer loseisen, da sie die Stimmung mit dem Saxofon-Spiele sehr gut fand und richtig mitgroovte. Daher verweilten wir erst noch ein wenig in der Club Lounge bevor es lecker Essen und Getränke am Tisch 18 gab.

Erfrischung

Angekommen, trafen wir auch wieder unsere Tischnachbarn aus den USA. Es fand sich wieder gut, sie hatten schon genügend Sparkling Water geordert und wir konnten unseren ersten Durst stillen. Essentechnisch wurden auch heute wieder sehr viele Köstlichkeiten und Spezialitäten aufgetischt – wobei es heute doch mehr Fisch- und Pliz-lastig war. Ich entschied mich für ein Rinderfilet, mit Klos und leckerem Rahmgemüse und als zweites auf Empfehlung einen Miniburger – mit Kobe-Rind und Entenleber. Das war auch lecker nur die Mayonnaise war mir etwas zu scharf und der Rotkohl-Salat zu knoblauch-lastig. Das „oberhammer“-mäßige Highlight war heute aber die Nachspeise – Mango-Sorbet in einer Mango-Frucht und ein sau-leckeres Schokoladen-Küchlein mit flüssigen Kern. Wirklich spitzenmäßig und super-schokoladig :-). mmmh…schwärm

Lecker, lecker, lecker

Das F2 Sprintrennen ab 14:15 Uhr verfolgten wir zunächst von der Terrasse des F1 Experience Clubs im 2. Stockwerk bevor wir für eine bessere Sicht und Akustik wieder in die Nähe der Ampel der Pitlane in den ersten Stock wechselten. Hier wollten wir auch dann Präsent sein, wenn das Qualifying der F1 16:00 Uhr starten soll.

Ich lies die zwei dann alleine und ging auf meine 2. Track-Session. Eine Runde um den Rad Bull Ring auf einem LKW. Eigentlich wollte ich mich mal nur auf die Strecke konzentrieren und keine Fotos machen – das Gegenteil war der Fall – ich glaube noch mehr Fotos als bei der ersten Runde wurden am dem virtuellen Film meines Smartphones abgelichtet. Man ist dem Irrglauben verfallen, dass man sich das jemals alles wieder anschaut ;-). Aber man hat Millionen Bytes irgendwo gesichert und wahrscheinlich noch tausende Male zur Sicherung abgelegt. Auf jeden Fall war die Track-Tour wieder ein Zäpfchen für den schon bis zu diesem Zeitpunkt überwältigenden Tag.

1. Track Tour 27.6.
1. Track Tour 27.6.
1. Track Tour am Ssmstag
Track-Tour
1. Track-Tour 27.6.

Nach der Runde war garnicht viel Zeit bevor das F1 Qualifying starten muss. Daher wurden wir auch freundlich, aber bestimmt aus der Pitlane wieder rausgeworfen. Meine Mitreisenden warteten schon auf der Terrasse des ersten Stocks um dem Start entgegen zu fiebern. Kurze Zeit später gings dann auch mit der 1. Session (noch alle Fahrer) los.

F2 Bolide

Zunächst drehte nur Cadillac einsame Runden – diese waren in zwei Training-Sessions Verursacher von Roten bzw. Gelben Flaggen, das sie auf der Strecke stehen blieben oder überhitzt nur sehr langsam in die Pitlane zurückkehren konnten. Wie erwartet, dominierte sowohl die erste Session (Reduzierung auf 16) als auch die 2. Session (Reduzierung auf 10) Mercedes insbesondere Antonelli, was The Transporter aber auch vor Allem die Partnerin erfreute. Verstappen riskierte in Session 2 ein Rausfliegen und fuhr keine zweite Runde – und wurde gerade mal so – 10. Puh, das war knapp. Hamilton fuhr souverän zum 3. Platz in der 2. Session.

Track Tour 1 und 2 am Samstag
Track Toue 2 am Samstag

Nachdem viele schöne Bilder und Videos gemacht waren, wechselten wir dann wieder in den Experience Club, wo zur Überraschung schon alles Essen abgebaut war. Naja gabs eben nur was zu trinken…Das tat gut, bei dem überhitzten Wetter sich mal im klimatisierten zu erfrischen bevor ich wieder zur finalen Session auf die zum Experience Club gehörenden Terrasse wechselte.

Zunächst zahlte sich die Strategie von Verstappen aus und er fuhr mit 1,06.04 eine neue Bestzeit. Doch wurde schnell von Antonelli und Russel mit der gleichen, aber aufs tausendstel besseren Zeit geschlagen. Hamilton im Ferrari wartete noch ab und grif in den letzten 5 min der entscheidenden Session erst ein. Leider verlor Verstappen sein Auto und knallte in der letzten Runde in die Reifenstapel. Das Ergebnis:

  • 1. Russel (Mercedes) – wurde noch untersucht – da Verdacht unter gelber Flagge – aber von den Rennkommissaren wurde der 1. Platz bestätigt
  • 2. Leclerc (Ferrari)
  • 3. Hamilton (Ferrari) – freute The Transporter
  • 4. Antonelli (Mercedes) – die Partnerin war nicht so erfreut – hat auf 1. Platz gehofft. Durch Verstappen und gelbe Flagge aber zu nichte gemacht
  • 5. Verstappen (Red Bull) – das freute mit einem weinenden Auge Joshi-X
  • und weitere 😉

Nach dem Qualifying stand dann die nächste Track-Runde für uns auf dem Programm. Noch einmal, meine 3. Runde, auf dem Red Bull Ring. Danach folgte ein ausgedehnter Pitlane-Walk. So konnte noch einmal mehr F1-Duft geschnuppert werden und wir kamen wieder etwas näher an die F1-Boliden heran. Die Partnerin von The Transporter entdeckte dann noch Joko und Klaas, mit denen ich gar nichts anfangen kann – da war die Aufregung groß – legte sich dann aber auch recht schnell wieder. Und dann wurden wir freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen, das der Paddock Club schon geschlossen hat, als wir vom Pitlane Walk noch ein Getränk nehmen wollten. 17:30 Uhr war Schluss – schade. Hätten uns gern noch etwas hingesetzt und was getrunken. Aber so ist es.

2. Track-Tour Samstsg
2. Track-Tour Samstsg
2. Track-Tour Samstsg
2. Track-Tour Samstsg

Nun ging es auf den Heimweg – aber dieses Mal „standesgemäß“ nicht zu Fuss sondern wie es zur Buchung dazugehört mit dem Shuttle – natürlich klimatisiert 😄. Nur ein paar Minuten warten. Toll.

Aber das doofe Ende kam noch – aber nicht bei der Veranstaltung sondern durch die nicht so ideal agierenden Security Leute – die keine Autos mehr vom Parkplatz abfahren lassen haben. So bildete sich ein langer Stau auf dem Parkplatz und eh wir dann losgekommen sind, vergingen lange Minuten. Zum Glück das wir im klimatisierten Auto von The Transporter saßen. Als es dann losging, mussten wir einen langen Umweg in Kauf nehmen.

St. Johann am Tauern – Restaurant war zu – nächstes
St. Johann am Tauern – Kirche

Aber das wiederum war gut, da die Rückstrecke landschaftlich sehr schön war und wir auch noch eine Möglichkeit für eine Einkehr gefunden haben – letztendlich fanden wir das Draxlerhaus / Hohentauern.

Draxlerhaus Hohentauern (bis 21 Uhr)

Zwar etwas skeptisch – eine Neueröffnung – das Essen war gut aber hochpreisig und wir hatten die Befürchtung das Menü zu bekommen statt – da wir Vorspeise, Gruß aus der Küche unseren Hauptgang und noch ein Dessert bekamen – aber nein: alles regulär und dann war auch der Preis in Ordnung :-).

Auf dem letzten Stück bis zum Hotel haben wir noch in Liezen getankt – für 1,689 und hätten fast einen Hirsch angefahren- Glück gehabt.

Ein toller Tag ging zu Ende – spitzenmäßig – Morgen geht’s früher raus – wir erwarten am Renntag, dass noch mehr los ist als heute

Bilder zur tollen Ausfahrt in den Spreewald

Am Samstag, 13.09., ging’s nach langer Planung eines Termins zu einer gemeinsamen Ausfahrt in den Spreewald (siehe auch Unsere erste gemeinsame Ausfahrt mit dem Rad zu Dritt) Wir haben alles richtig gemacht. Während es in Berlin teilweise regnete, gab’s im Spreewald bestes Rad-Wetter. Als gemixte Gruppe aus E- und Bio-Bike haben wir uns auf  schöne, naturnahe Runde mit knapp 70 km gemacht.

Heute stand weder Schnelligkeit noch Sieger oder Gewinner im Vordergrund sondern es ging um das Erlebnis, die gemeinsame Ausfahrt und den Geist und Seele, und diese einfach nur baumeln zu lassen.

54% Regeneration / 41 % Ausdauer / Rest höhere Intensität

Das ist uns auch super gelungen und es hat und ich denke auch meinen Mitradlern soviel Spaß gemacht, dass wir das wiederholen wollen. 👍😀

Los ging es von Berlin nach Lübbenau mit dem Auto – die Räder einfach Huckepack

Nicht nur E-Bikes waren am Start sondern auch ein Bio-Bike 😀

Erster Anlauf auf der Route von ylübbenau aus: Bismarck-Turm am Schloßberg bei Burg

Nur gut geschützt kommt man über die Tour – Bitte immer auf dem Rad oder Roller einen Helm verwenden!

Rast am Bismarck-Turm: Ein Käffchen tut immer gut ☕️

Dort gab’s eine kleine Oase fürs Auge mit einem kleinen See mit Fischen 

Nächster Halt: Schinkelkirche in Straupitz

Kurzer Zwischalt ca. 5 km vor Lübben : Zeit für ein Keks und Natur

Lübben wartet nun mit kulinarischen Highlights – vor dem letzten Stück nach Lübbenau zurück – erst einmal stärken und Sonne an der Spree tanken

Bei mir:  Geeiste Gurkensuppe, Gurkensalat und ein frischer Sommersalat – mmh lecker und dazu ein frisches alkoholfreies Hefe

…und zum Abschluss ein leckeres Kuchenstück – geteilt durch drei 🤭

Ganz traurig haben wir eine leblose Schlange aufgefunden – diese wurde wahrscheinlich überfahren 🫣

Laut Recherche: War das eine Äskulapnatter.

Leipzig – Weißenfels: Genuss. Geschichte. Grenzerfahrung. …und ’nen Camembert

🚴‍♂️ Das Jahr 2025 war bisher sportlich eher… sagen wir: ausbaufähig. Nach mehreren Wochen Nicht-Fahrens und einem kläglich-anmutenden Versuch, einen größeren Berggipfel zu erradeln, ging’s am Samstag, dem 9. August, endlich wieder auf normales Terrain. Ziel: eine landschaftlich reizvolle Tour von Leipzig über Groitzsch, Zeitz, Dornburg, Camburg, Bad Kösen, Zscheiplitz und Freyburg bis nach Weißenfels. Und ja – zurück ging’s dann ganz entspannt mit der Bahn.

(c)(R) Garmin Connect: Tour Leipzig – Weißenfels

🧭 Anreise und Startpunkt

Bereits am Vortag nahm ich die Anreise nach Leipzig in Angriff – Ankunft gegen 18:45 Uhr. Eine so lange Fahrt war gar nicht geplant – gefühlt hätte ich eigentlich in 1,5 h da sein wollen (und so war es auch abgesprochen). Aber ich vergesse immer die Strecke durch Berlin, hin zur Autobahn, zu kalkulieren. Das sind noch einmal knappe 50-60 min zusätzlich.

Meine Rad-Kumpeline, hier nur kurz Tourguide genannt, erwartete mich schon vor Ort. Die Freude war groß, dass endlich mal ein Termin zustande gekommen war. Im letzten Jahr war es für uns beide irgendwie nicht möglich gewesen, einen gemeinsamen Termin zu finden. Die Vorfreude warauf die Runde groß, die Beine eigentlich genügend oder doch zu viel ausgeruht, und mein Tourguide hatte schon einen Plan und diesen auch mit mir vorher geteilt. So wusste ich auch vorher, auf was ich mich einlasse 😉 . Es sollte eine tolle Strecke entlang der Saale und der Unstrut, mal bergauf, mal bergab werden. Auf jeden Fall malerisch, abwechslungsreich und mit vielen Gelegenheiten zum Erleben und Genießen :-).

Toll war auch, dass ich hier am Startpunkt gleich auch übernachten durfte. Das ist auch nicht so selbstverständlich! So konnten wir am nächsten Tag auch von vor Ort direkt ins das Abenteuer starten.

🏰 Wasserburg in der Stadt Schkölen

Das Wetter frohlockte mit Sonnenschein und blauen Himmel – deshalb hieß es auch frühzeitig loszuradeln, um nicht gleich die komplette Hitze abzubekommen und so auch dem Tag beim Starten zuzuschauen.

Wasserburger Stadt Schkölen

Erster Zwischenstopp: die Wasserburg in Stadt Schkölen. Ein Ort wie ein Bisschen aus dem Bilderbuch – prima für eine Pause und ein paar erste Fotos. Ich spendierte mir erst einmal (m)eine Banane. 74 km lagen hinter uns und meine Beine waren zwar noch frisch, aber der Magen meldete an, etwas festeres als süße, klebrige Masse (egal ob als Getränk oder Gel) haben zu wollen – Banane. Weiter ging’s in Richtung Dornburg – das eigentliche Highlight der heutigen Tour – aus meiner Sicht. Obwohl das gar nicht so einfach zu sagen ist – es gab andauernd Highlights.

(c)(R) Komoot: Höhenprofil bis Stadt Schkölen

🏞️ Dornburger Schlösser – schön, aber steil

Kurz vor Dornburg war noch ein Getränkestopp bei einem bekannten Supermarkt notwendig – nach den bis hierher rund 80 erradelten Kilometerschen waren meine Trink-Flaschen doch schon zu 2/3 leer (und das reicht nicht lange – und daher lieber Vorsorgen, bevor es zu spät ist). Achtung Spoiler: nicht jeder Supermarkt hat eine Getränkeabteilung! Eventuell muss man dazu das Gebäude wechseln und in den separaten Getränkemarkt gehen (Blöde Erfindung 🙁 – da kaufe ich dann auch nicht mehr – eher weniger – bzw. ich sehe den Sinn nicht so richtig. Naja, bin ja nur ein Rennradfahrer 😉 ).

Dann kam die Auffahrt zu den Schlössern! Schluchtz… Und hier zeigte sich: Kondition ist nichts, was sich einfach anknipsen lässt, wie eine Taschenlampe. Ab 7 % Steigung war bei mir Schluss mit lustig – mein Rad wurde zum Wanderbegleiter, meine Waden zu Jammerlappen – das Hochlaufen war auch ganz schön anstrengend (also nicht nur das Radeln 😉 ). Mein Tourguide wartete oben ganz geduldig und dokumentierte mein trauriges Schieben mit einem Foto, das vermutlich in die „Hall of Shame“ eingehen wird ;-). Aber hey – wenigstens ehrlich. Fast wäre ich aber vor Langsamkeit auf dem steilen Stück umgekippt – kein Witz.

Zu Fuß war es nicht viel leichter

Und während ich da so schnaufend hochstapfte, wurde mir noch einmal explizit klar: Die Idee, das Stilfser Joch (siehe ) dieses Jahr zu bezwingen, war ungefähr so sinnvoll wie eine Tüte Gummibärchen als Mittagessen. Mein Körper hatte damals schon selbst mit dem fast „Blackout“ entschieden, dass das eine Schnapsidee war. Danke 🙂

🖼️ Dornburger Schlösser: Schön, aber auch ganz schön spießig…

Oben angekommen: Wow! Die Schlösser sind wirklich ein Highlight. Besonders an einem sonnigen Tag, wie heute. Wobei für mich die drückende Hitze eher eine Belastung war (puh wurde das heiß). Das Areal wirkt wie ein einziges Museum – wunderschön, aber nicht gerade gast- und radfreundlich. Überall Verbote. Und Fahrradständer? Hunderte Meter entfernt. „Radschuhe – nee hier nicht? Ausziehen, bitte“ – freundlich aber bestimmt, so die Security – „…historisches Parkett auch im Shop…“. Aber ja, ich will auch nichts ruinieren.

Dornburger Schlösser
Blick vom mittleren Schloss
Wunderbare Rose
Schlossgarten
Verbot, an Verbot, und „Rasen nicht betreten“

Ein Magnet für den Kühlschrank habe gekauft und ein paar Fotos (äh. eher viele) geschossen. Das nachträgliche Mittagessen wurde noch einmal in Abstimmung vertagt, da es im Tal und auf den nächsten 20 km bessere Optionen gab. Da vertraute ich ganz meinen Guide.

Kühlschrank-Magnet

Berg abwärts – da ließ ich einfach Rollen. Rasant ging’s hinab. Ampel, oh sorry  übersehen – keine Gefahr 😀

🍰 Kulinarische Suche: Bad Kösen

Dann ging’s weiter – weiter mit knallender Sonne im Nacken und nun blauen Himmel mit Schäfchenwolken.

Erste Essensoption: das Weingut Zahn an der Thüringer Weinstube. Sehr Urig, gut besucht, tolle Stimmung – aber leider schauten uns nur noch zwei Stückchen trockenen Kuchen an, die traurig auf einem Teller lagen. Das entsprach nicht wirklich unserer Vorstellung. Ich wurde dann genötigt (mit einem Augenzwinkern, ;-)), ein halbes Nutella-Brötchen zu essen. Der Mund klebte schon vom Zucker der Gels, und ich sehnte mich wirklich nach etwas Herzhaftem. Aber das Brötchen half erst einmal, muss ich nachträglich zugeben 🙂 Danke!

In Bad Kösen dann die Erlösung: Konditorei Schoppe. Der Name klang nach Süßkram, aber es gab auch pikante Leckerbissen. Ich entschied mich für ein Brot mit überbackenem Camembert und Weintrauben – sättigend und köstlich. Mein Guide schwärmte von der Gulaschsuppe. Dazu eine rote Fassbrause (Kindheitserinnerung pur, aber süß wie die Sünde) und dann lieber doch ein alkoholfreies Weizen. Zisch!

Mit Camembert überbackens Graubrot mit Weintrauben.

⛰️ Zscheiplitz – Bergauf mit Aussicht

Gestärkt ging’s dann weiter Richtung Freyburg und zum Kloster Zscheiplitz. Die Auffahrt hinauf begann sanft, steigerte sich langsam. DAS tat mir gut und ich konnte soweit die Steigung gut meistern. Die Sonne brannte zwar, die Kondition war… naja ganz gut. Ich schaffte es bis zur letzten Abzweigung – auf dem Rad sitzend, nicht zu Fuß, yeah! Das hat mir gut gefallen und gut getan für die Seele.

Doch dann aber gleich wieder die Klatsche: grobes, großes Kopfsteinpflaster und 8 % Steigung – da konnte ich dann leider wieder nicht mehr mithalten und musste auch hier absteigen – das hat mich natürlich gewurmt 🙁 und ein bisserl traurig gemacht – aber nur über mich selbst – da kann keiner was dafür, dass ich heute dazu unfähig war. Aber die Stimmung kam gleich auf oben auf dem Berg zurück 🙂

Oben: grandiose Aussicht über das Unstrut-Tal (Aussicht „Hast du Kanone?“), kühlende Klostermauern – herrlich und ein Wanderstempel auf dem Arm – was will ich mehr ;-). Und dafür musste auch ein Gästebucheintrag sein!

Kloster Zscheiplitz
Vor dem Kloster-Eingang
Kein Gruß – nur der Stempel (kein Blatt zur Hand)

🌀 Garmin verwirrt und müde Beine

Die Abfahrt zurück zur Strecke an den Weinbergen entlang war rasant und herrlich – halsbrecherisch stürze ich mich herab – nein immer mit gewissen Respekt vor der unbekannten Strecke.
Ich fragte vorsichtig nach, ob wir uns verfahren hätten. Mein Guide kennt die Strecke wie ihre Westentasche – also Käsefrage. Aber gut für die Beruhigung.

Mein Tourguide hatte schon mitgeteilt, dass andere Stiche zu anderen Bergankünften aus der Planung heraus gestrichen wurden – da dies eine Überbelastung gewesen wäre, natürlich nicht für den Guide, aber für mich. Da war ich sehr dankbar und das war auch gut so.

Leider hatte dies mein Garmin (Navi) nicht so geschnallt und zeigte nun an, dass wir statt uns dem Zielpunkt zu nähern, uns immer weiter entfernten. Ups… Die Kilometer-Angaben nahmen plötzlich von 15 km verbleibender Strecke wieder auf 20 und dann gar 23 km zu. Da musste eine Frage an Guide von mir erlaubt sein, ob doch die Strecke noch richtig sei. Was für eine eigentlich „dumme“ Frage von mir – die Radkollegin kennt die Strecke wie ihre Westentasche – also Käsefrage – wenn man schon auf der letzten Rille fährt – alles zur Beruhigung und

Die letzten Kilometer entlang der Saale waren flach, aber zäh. Nach 140 km war ich durch. Jeder Windhauch fühlte sich wie ein Widerstandstraining an. Und mein Guide? Frisch wie ein Morgentau 🙂 .

🚉 Rückfahrt mit Stil – und Kopfsteinpflaster

Am Bahnhof Weißenfels wartete noch ein letzter Stich – natürlich Kopfsteinpflaster. Dann endlich das Ziel unseres Tages. Tickets gezogen (ca. 14 €, Fahrrad gratis). Und 18:27 Uhr gings dann in den Zug zurück nach Leipzig

Übrigens: Fahrkarten sind vorher auf dem Bahnhof zu entwerten, nicht im Zug selbst. Dies mussten wir lernen, aber ein sehr netter Schaffner im Zug, erlaubte uns das nachträglich Abstempeln in Leipzig (was wir dann leider vergessen haben – wieder ups – weiß aber niemand außer uns – äh nun schon).

Der Zug war gut besucht, aber alles lief reibungslos. Abfahrt 18:37 Uhr, Ankunft in Leipzig 19:09 Uhr. Alles super – gute Variante.

🍷 Tapas zum Abschluss

Zurück in Leipzig gab’s noch einen kleinen Sprint durch den Stadtverkehr – mein Guide überholte mich mit einem solchem Tempo, das ich nicht mithalten konnte. Obwohl vorher gesagt wurde, in der Stadt fahren wir etwas vorsichtiger! So, so, so….
Nach ca. 10 Minuten waren wir am Ausgangspunkt unserer Radtour zurück. Ausschwitzen, Kaffee trinken (doch nicht den Kalten vom Morgen – doch ein Schlückchen zum Ausspülen des klebrigen Mundes, so ich).

Kurz noch hübsch machen (naja, wir sind ja eh schon hübsch – brauchen wir eigentlich nicht 🙂 ) – und dann Tapas beim Spanier in der Karli. Ein perfekter Ausklang für einen herausfordernden, aber wunderschönen Tag. Vielen Dank!

📝 Fazit

Die Tour war landschaftlich ein Traum, für mich technisch anspruchsvoll und kulinarisch überraschend. Mein Tourguide hat eine Strecke gewählt, die abwechslungsreich, spannend und zum Glück größtenteils abseits der Straßen verlief. Für mich war’s eine Herausforderung – bergauf, bergab, mit viel Zucker im Mund und der Sonne im Nacken. Aber am Ende zählt: Ich hab’s geschafft. Und ich will wieder mehr davon – also öfters mal Radfahren 🙂

So nun seht ihr mal, wie ich an diesem Tag geschunden wurden bin, dass sogar das Material mit mir zusammen leidet… (Anm. der Redaktion: „so ein Quatsch du 🙂 …det is vom Loofen uf de Dornburger Dingsbums…)

Ganz schöner Verschleiß 😀

Leider ging heute bei der Radtour nichts…Aus und vorbei gleich am Anfang

Gut gestärkt, fröhlich gelaunt, schon mit ein bisserl Bammel aber guten Mutes und nichts Schlimmes ahnend ging’s am Samstag, 12.7., dann gegen 9:00 Uhr los.

Aber (und alles vor Aber relativiert sich sofort wieder) – gleich schon zum Anfang – am ersten kleinen Hügel! – hatte ich heute Probleme den sowieso Stärkeren zu folgen. Und dann einen Kilometer später kam der Holzhammer und mir wurde auch noch leicht schwummrig/“schwarz vor Augen“, der Puls war dem Höhenmeter in unwirkliche Höhen gefolgt. Es ist nichts passiert, kein Sturz, ich bin rechtzeitig angehalten, und hier kommt wieder ein Aber 😉

So ist das ein zu hohes Risiko  weiterzufahren, vor Allem “wie geht’s wenn die richtigen Anstiege kommen“ …ne,ne,ne, das bringt alles nichts und ich will dann auch kein Klotz am Bein sein.

Diese Tour musste ich heute abbrechen. Sehr Enttäuscht, traurig und auch mit ein paar Tränen im Auge hab ich die beiden anderen ziehen lassen müssen. So eine Sch…

Es wird heute eine Mischung gewesen sein:  ich bin nicht zu 100% fit, zu viele Aktivitäten in letzter Zeit und vor Allem das regelmäßige Training fehlt. Der Körper streubt sich – vielleicht zu viel Urlaub in letzter Zeit und zu wenig Arbeit (Km auf dem Rad)

Ich bin vorsichtig zurückgefahren – komme nun ein wenig runter (zur Beruhigung an die Leserinnen und Leser: es geht mir gut, keine Besorgnis) – und schaue, was ich dann später noch machen werde. Vielleicht gibt es eine kleine, leichte Runde zum fahren. Für die “Loser“ am heutigen Tage… (Anm. Redakteur: Nein, gab’s nicht – ich habe den Tag ruhig in Schlanders verbracht)

Trauriges Bild vom Fahrrad-Navi:

Das Diagramm sagt alles:

(c)(R) Strava

Impressionen vom Schiff

Fährfahrt von Hirtshals nach Bergen vom 11. zum 12. Juni 2025 mit der MS Stavangerfjord.

Warten am.Check-In
Da wo das Auto steht
Blick vom Deck 10
Blick auf den Fjordline Ableger Hirtshals
Was beim Dinner Buffet nicht fehlen darf 🙂
1. Teller beim 90min. All you can eat Dinner
Abendliche Stimmung
Sonnenuntergang
Deck 10
Am Morgen, 12.6. – bei Stavanger