Von Mangos, einem Florian, nen Brutkasten und  Abendtalk (Teil1)

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, heißt es im bekannten Lied. Nachdem wir mit der Mayday schön und ausgelassen den Wonne-Monat Mai begrüßt haben, hieß  heute zu schauen, ob auch der Mai bietet, was dieser im Volkslied verspricht.

Ja und so war es tatsächlich – prächtiges Wetter gepaart mit hier und da ein paar Windboen, so dass es nicht ganz so schnell zu heiß werden sollte. Recht angenehm, aber Sonnencreme war Pflicht (es gibt immer Unvernünftig)

Ausblick vom Turm
(c)(R) Google maps: Phoenix See (Hörde)

Wir hatten als Start unseres Tagesausflug den künstlich angelegten Phoenix See mit vorheriger „Besteigung“ des Neuen Kaiserbergs auserkoren. 202 rostbraune Stufen hieß es zu ersteigen. Kein Problem, wenn man nicht untrainiert die Treppen hochrennt und nach dreiviertel nach Luft ringend und in den Waden spüren erst einmal „aufgeben“ muss ;-). Hier heißt es kontinuierlich Schritt für Schritt und dann ist das kein Problem. Och das wäre schön, wenn das bei mir bei Radeln am Berg auch funktionieren könnte, wie beim Berg hinauflaufen. Aber beim Radeln muss ich zwischendurch meist nach Luft japsend Pausen einlegen. Oh, ich schweife schon wieder ab.

Treppe zum neuen Kaiserberg: 202 Stufen

Oben auf ca. 140 m über NN angekommen, hatten wir einen herrlichen Blick auf den mit EU Mittel angelegten Phoenix See in Hörde (Dortmund). Die Sonne tat ihr bestes umd die Gegend in besten Lichte darzustellen. Das gelang ihr prächtig!

Neuer Kaiserberg vom anderen Ufer

Wie es so ist, nachdem Aufstieg folgt der Abstieg – hier im positiven Sinne – und unser Rundgang um den See begann.

In der Ferne, am Kopf des Sees, konnte man schon laute Musik vom heute am Feiertag alljährlich durchgeführten Jeremiasfest der Griechisch-Orthodoxen Kirche vernehmen. Für unsere Ohren war die Musik unvertraut und etwas gewöhnungsbedürftig – und das ist nicht abschätzig gemeint.

Blick vom Kaiserberg

Ein schöner Weg führte direkt am Wasser entlang und bot für alle mit eigener Kraft angetriebene Bewegungsmittel genügend Platz und Raum. Und es war mächtig viel los – zu Fußgehende, Rollerfahrende, Fahrradfahrende mit und ohne sportliche Ambitionen und welche mit Ambitionen aber ohne Können, Skaterfahrende etc Toll diese Mischung.

Phoenix See

Am Kopf des Sees angekommen, überlegten wir nicht lange eine kühle Erfrischung – also Eis – musste her 🙂 Und glücklicher Weise fanden wir auch gleich ein Plätzchen in einer sehr gut besuchten Eisdielen. Die Erfrischung mit dem Eis tat gut und bot für meine Mitlaufenden eine kurze Verschnaufpause 😉

Bei mir gab es Mango- und Joghurt-Eis mit Erdbeeren und ganz wichtig Schlagobers (nein wir sagen Schlagsahne). Lecker und das war ratzfatz weggelöffelt. Wundersam ;-).

Mango+Joghurt Eis mit Erdbeeren und Sahne

Mein Vorschlag mit einem Trettboot den See zu „erforschen“ und ne kühle Runde zu drehen, wurde trauriger Weise im See versenkt. Irgendwie fehlt bei den anderen zwei das Kribbeln fürs Abenteuer oder einfach sie hatten keine Lust. Schade und als ich alleine loswollte, waren alle Trettboote vergeben. Damit war der Tag dann gelaufen – Quatsch mit Sauce – war garnicht so. Spaaaaß.

Kopf des Phoenix See

Das Jeremiasfest überzeugte uns mit seinen kulinarischen Speisen nicht so (wir hattten ja auch gerade das Eis eingeatmet) und der herrliche und relaxte Rundgang wurde fortgesetzt. Was uns etwas stutzig machte, waren die vielen Boote auf dem See. Ja, ihr denkt nun See und Boote – ganz normal, und fragt euch oder auch nicht, was ist da so ungewöhnlich? Tick, Tick, Tick…Der See hat weder Zu- noch Ablauf. Also mußten die Boote irgendwie herangeführt worden sein und wer nutzt diese auf so einem kleinen See. Fragen über Fragen, die unbeantwortet bleiben werden. Aber das können wir ab, Unwissend auch weiterzugehen.

Ich genoss die Runde – es war so schön beruhigend und die Seele konnte baumeln, wohin diese wollte 😉 Zum Schluss der Runde hieß es noch einmal halb über den Ksiserberg vom Anfang zu laufen. Klugscheißer (liebevoll), dieses Mal nicht ich!, wollten nicht die rostbraunen Treppen wieder nehmen, sondern einen „leichteren“ Weg wählen? Und jetzt komm ich als Besserwisser ins Spiel, dass es den einfacheren Weg nicht gab, war mir vorher schon bewusst- hat aber Keiner drauf reagiert…Mussten wir halt per Trampelpfad und steilerer Stelle den halben Berg erkraxeln. Is so, war so…

Am Parkplatz wieder angekommen, freuten sich zwei Mädels im Audi, die uns eilig über die herunter gelassene Fensterscheibe anquatschten, dass sie unseren Parkplatz abstauben konnten. Beim Zurücksetzen ihres Fahrzeuges achteten sie eher aber darauf, dass ja sich keiner dem Stellplatz wegschnappte als auf den anderen in die Parkfläche einfahrenden Verkehr. Da hätte es gut knallen können. Aber zum Glück nichts passiert!

Wie es mit dem Florian weitergeht und wer ist das überhaupt und was es mit dem Brutkasten auf sich hat, erzähle ich ein anderes Mal (hoffentlich, wenn ich es nicht vergesse…)

Opa Ernys Garten

Nach dem schönen Ausflug nach Gifhorn und der Biersause gestern, bin ich heute von meinen Gastgebern zum Spargelessen eingeladen worden (na ja ich werde nicht wirklich welchen essen ;-), was ich ehrlicher Weise auch vorher mitgeteilt hatte). Dieses jährliche Traditionstreffen organisiert der lokalen Sportverein “Beine hoch“, in dem auch meine Gastgeber Mitglied sind. Als Außenstehender hätte ich ansonsten eigentlich nicht wirklich Zutritt.

Dieses Mal fand das Treffen in Opa Ernys Garten statt. Dies ist ein privat geführter, botanischer Garten.

Auf der eigenen Webseite www.opa-ernys-garten.de/ heißt es dazu:

Ein Gartenparadies, geschaffen, dass sich alle darin wohlfühlen. Flora. Fauna. Gäste.
Genießen auch Sie eine Wohlfühlzeit und nehmen alles Schöne mit allen Sinnen auf.

Gehen Sie auf Entdeckertour und verweilen an einem besonderen Ort.

Parallel zum nicht offiziellen Spargelessen, fand aber auch noch im Gartenpark ein Frühlingsfest statt. Ein paar Karussells – sogar ein Riesenrad, jede Menge kulinarische Spezialitäten als auch kleine lokale Händler boten ein buntes Programm. Für nur 5 Euro war man mit dabei, wenn man Opa Ernys Garten und das Frühlinhsfest besuchen wollte. Insbesondere für die Kinder toll, da die Benutzung der Karausells, so oft man auch wollte, inkludiert war. Toll!

Riesenrad zum Frühlingsfest 2025

11:30 Uhr war als Treffpunkt des Spargelessen festgelegt. Damit wir auch pünktlich sind, haben wir uns etwa 1 h zuvor zu Fuß zum ungefähr 3 km entfernten Ziel, Opa Ernys Garten, aufgemacht. Und natürlich waren wir pünktlich 🙂 (1 min zu spät 😉 )

Am Eingang wurden wir schon vom Organisator (gleichzeitig im Sportverein der Vorturner) des Essens empfangen und erhielten Vip-Armbändchen, so dass wir erst einmal ohne Entlohnung bis zum Park gehörenden Restaurant schreiten und unsere Plätze einnehmen konnten. Bei gutem Essen (Spargel, Lachs, Schnitzel, Sauce Hollandaise usw.) sowie Wein und Bierchen ließen wir es uns gut gehen. Ein paar gute Gespräche später und nach verputzter Eiskugel (Mango, Schoko, Stracciatella – so unsere Auswahl) löste sich die Essens-Truppe dann langsam auf.

Opa Ernys Garten: Wildschweine
Opa Ernys Garten: Biene
Opa Ernys Garten: Impression
Opa Ernys Garten: Impression

Wir bezahlten noch nachträglich den Eintritt und machten eine Runde durch den Park. Da das Essen von meinen Freunden bezahlt wurde, hatte ich gar keine so richtige Möglichkeit mich für die Gastfreundschaft der letzten 3 Tage zu revanchieren. So ergab es sich, dass ich uns 3 noch einen leckeren Aperol Spritz spendierte. Für 5 Euro pro Cocktail war dies richtig fair!

Aperol Spritz: Lecker, erfrischend

Nach einem Besuch im Hofladen, wo ich mich mit Birnen-Brand und Honig entdeckte, verliesen wir Opa Ernys Garten wieder in Richtung nach Hause.

3 km später waren wir dann schon zurück am Haus. Haben dort 5 min verschnauft und uns dann per Drahtessel auf eine kurze Runde um Wahrenholz begeben.

(c)(R) Strava: Rad-Runde Wahrenholz https://strava.app.link/EfI8rJIwATb

Auch hier war überall das Otter-Zentrum im Fokus und sichtbar. Auch Wahrenholz hatte eine Mühle, die wir uns au h von Außen angesehen haben. Aktiv wird hier aber kein Mehl mehr gemahlen.

Rad-Runde um Wahrenholz
Rad-Runde um Wahrenholz: Otter-Pfad
Rad-Runde um Wahrenholz: Mühle

Nach der Radtour waren wir alle hungrig und auf meinen Wunsch hin, weil morgen, Montag, 12.5., die Rückreise mit dem Rad bevor stand, wurden leckere Nudeln mit sehr guter Tomatensauce gezaubert. Dazu gab es verschiedene Käse-Häppchen und ein alkoholfreies Bierchen. Den vor einer Radtour trinke ich möglichst wenig oder am liebsten gar keinen Alkohol, da sich dies ansonsten schnell bei der Kondition bemerkbar macht.

Rad-Runde um Wahrenholz: E-Bikes

Den Abend ließen wir mit einen Talk zum laufenden Tatort ausklingen. So gegen 11 Uhr ging bei mir das Licht aus. Gepackt war alles – auch das Paket mit der Kleidung, dass wieder per Post zurückgeht – dieses Mal nach Thüringen

Paket mit Sachen