Zurück in der Heimat

Nach einer recht langen Fahrt quer durch Dänemark und die halbe Republik sind wir in der Heimat wieder gut angekommen. Der Regen hat uns mal mehr und mal weniger verfolgt, aber auch sonnige Abschnitte haben wir mitbekommen.

Den großen Sturm haben wir aber in Skandinavien gelassen, wo es die nächsten Tage ziemlich ungemütlich und sehr nass werden soll. Was hatten wir für Glück.

Wetter am Montag, 07.08.2023
(x)(R) Regenradar

Es war ein sehr schöner, spannender, auch etwas fordernder Kurzurlaub und es fühlt sich dennoch an, als wäre ich Wochen weg gewesen. Das meiste hat so geklappt, wie ich es für uns gedacht hatte.

Und was ich immer sage, wenn man keine großen Erwartungen hat, kann man auch nicht (groß) enttäuscht werden, viel mehr, man schöpft aus der Situation, wenn es noch besser ist und so ist die Freude und Erholung noch viel intensiver und schöner.

Regenbogen
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Und das Wetter war dieses Mal das I-Tüpfelchen auf der Sahne-Torte. Da soll mir noch einmal damit ankommen, in Norwegen (oder da droben) ist es immer kalt, nass und ungemütlich. Ich gebe zu, dass kann auch passieren! aber nicht immer! und woanders ist auch nicht immer sonnig, warm und trocken (gut in der Wüste tagsüber schon 😉 )

Und morgen am ersten Arbeitstag werde ich seit 9 Tagen die kurze Hose gegen eine Lange wechseln (gut in der Nacht an der Trolltunga hatte ich eine lange Wanderhose an) – falls ich ins Büro fahre

Heute geht es schon wieder zurück…

Mal ganz anders geht es heute zurück auf den Weg nach Deutschland. Ein Teil der Strecke werden wir nicht mit dem Auto sondern per Schiff zurücklegen. Gerade, gegrn 13:30 Uhr, sind wir in Bergen mit Fjordline abgefahren und werden damit über die Nacht hinweg bis Hirtshals (DK) fahren und dort morgen früh ankommen. Zwischenziel wird Stavanger (No) sein.

Damit überbrücken wir die Auto-Fahrt von Bergen nach Kristiansand (No), wo wir ansonsten nach Dänemark – Hirtshals – übergesetzt hätten.

Ab Hirtshalts geht’s dann morgen früh, gegen 8:00 Uhr, normal mit dem Auto weiter.

Rv520

Ich muss Mal etwas über die Rv520 – Teilstück Sauda bis Abzweig bei Håra (Übergang zur E314) – loswerden. Die Strecke – ca. 40km – bin ich in diesem Urlaub drei Mal gefahren – ich glaube früher auch schon mal – jedenfalls habe ich mich gleich „heimisch“ gefühlt :-).

Dieses Mal wares es zwei Mal in Richtung Håra und einmal von der Trolltunga-Wanderung kommend, in Richtung Sauda.

Die Strecke ist für mich aus 3 Gründen faszinierend:

  1. Die Landschaft und die Lage
  2. Fahrgefühl
  3. Sportlichkeit

Die Strecke bietet alles auf, was man sich vorstellen kann und deshalb sollte es ein Muss sein, wenn man in der Gegend ist – auch wenn man nicht gern Auto fährt (es geht auch mit dem Rad 😉 ) . Von hügeligen, felsigen Gebieten bis weit ausladenden Panorama-Aussichten tief hinunter ins Tal. Nicht alle lieben es an einem tiefen Abhang direkt entlang zu fahren. Ich bin zwar auch kein Höhenbändiger par excellence aber das macht mir so nichts aus.

Viele, klare, größere und kleinere Seen runden das sehr imposante Bild ab. Und um all dieses schlängelt sich die RV520 mal sehr eng mal etwas breiter, so dass immer gerade zwei Fahrzeuge aneinander den Weg vorbei finden. Mal geht es steil, kurvig in Serpentinen hinauf, mal genauso bergabwärts. Es wechselt sich immer wieder ab . Es wird nie eintönig. Das macht gerade auch den Fahrgenuss aus – immer in Bedacht, dass ein Schaf auf der Straße (kein Pferd 😉 ) stehen oder ein Auto (groß oder klein) entgegenkommen könnte, kann man hier sein fahrtechnisches Können etwas ausreizen. Aber immer schön die max. Geschwindigkeiten einhalten.

Ich will aber auch nicht verschweigen, dass man „Pech“ haben kann und man zuckelt einer Karawane von Camping-Fahrzeugen hinterher. Dann hat man zwar auf jeden Fall den schöneren Blick für die Landschaft aber das sportliche bleibt hintendran.

Insbesondere wenn man die Möglichkeit hat mehrfach die Strecke zu fahren, kann man sich mal mehr oder weniger auf das Eine und das andere konzentrieren. Beim ersten Mal schlage ich vor genügend Zeit für Stopps einzuplanen, da man sich nicht genügend satt sehen kann an den Landschaften insbesondere, wenn die Sonne scheint.

Achtung, die besten Spotlights sind schon meistens gut mit Fahrzeugen belegt und es ist nicht so viel Platz da. Und leider zeigt sich hier und da der Egoismus der Fahrer, die ihre Fahrzeuge dann nicht so abstellen, dass sich weitere dazustellen können. Und bitte nicht in die Buchten stellen, die dafür gedacht sind, dass Autos auf der Strecke aneinander vorbeikommen oder in der Kurve ist auch kein guter Rat.