19. Prenzlauer Hügelmarathon – Fitnesstour

Am Samstag, 5.10.2024, war es wieder soweit, meine 2..Teilnahme beim Prenzlauer Hügelmatathon stand auf dem Plan. Gebucht war wieder die Fitness-Tour mit knapp 115 km Länge und da. 750 Hm.

(c)(R) komoot.de

Dieses Mal war es dennoch etwas anders:

1. Das bereits fürs Wochenende gebuchte Hotel hatte ich kurzfristig noch abgesagt, da eine Verkürzung von 2 Nächten auf eine nicht möglich war – frag mich nicht… So bin ich erst am Samstag-Morgen von Berlin nach Prenzlau angereist. Tags zuvor verhinderte ein zwar geplanter aber kurzfristig verschobener Zahnarzt-Termin die rechtzeitige vorherige Anreise – wer will schon mit ner dicken Wange losfahren. Und am Samstag war eine Geburtstagsfeier einer lieben Freundin und Kollegin in Berlin angesetzt, so dass der verlängerte Aufenthalt bis Sonntag von vorne herein eigentlich nicht mehr möglich war. Das wäre ich damals bei der Buchung noch nicht. Aber lieber rechtzeitig ein Hotel buchen und dann stornieren, anstatt gar kein Hotel vor Ort zu haben – das Angebot in Prenzlau ist immer stark begrenzt.

2. Das Wetter war anders als beim letzten Mal (siehe ) exzellent. Zwar zu Beginn recht frisch, aber kein Regen, kein allzu starker Wind, nur vereinzelt nasse Straßen. So macht es viel mehr Spaß, aber ich wäre sowieso gefahren.

Die Anreise am Samstagmorgen gestaltete sich problemlos. Nach einer sowieso auch für mich relativ kurzen Nacht, die noch jäh gegen halb 5 durch ein Klingeln der Polizei am Hauseingang meines Wohnkomplexes und einen darauffolgenden massiven und lauten Polizei-Einsatz vor und im Haus, gestört wurde, habe ich mich kurz nach 7 auf den Weg gemacht und war gegen 8:30 in Prenzlau. Also war genügen Zeit bis zum Start 9:20 Uhr die Anmelde-Unterlagen zu holen, die Startnummer mit Transponder am Rad und die Startnummer an der Kleidung zu befestigen, das Rad und mich noch mal zu checken und noch vorher einen großen Schluck aus einer der beiden mit Elektrolyt-Getränk gefüllten Trinkflaschen zu nehmen.

Kurz vor dem Start habe ich auch meine mitfahrenden Team-Kolleginnen und Kollegen getroffen. Unsere Gruppe bestand dann eigentlich aus 4 Teilnehmenden – 1xW und 3xM. Warum eigentlich: im vorne herein war klar, dass wir wohl dieses Mal doch nicht (lange) zusammen die Tour fahren werden – und so kam es auch. Der eine wollte richtig Pace machen – er ist gleich kurz nach Start abgedüst. Und das mitfahrende Paar hatte schon angedeutet, nach einer überstandenen Corona-Infektion recht langsam machen zu wollen / zu müssen, da die Kondition noch fehlte.

Start/Ziel Prenzlau, Uferweg
Mein Bike mit Nr. 2001

Als Team-Player bin ich aber doch erst einmal mit den Zweien zusammen gefahren. Auf gerader Strecke war das Tempo in Ordnung – auch ich wollte nicht auf Teufel komm raus losbrettern (so das Ziel…). Aber an den ersten Hügeln war schon klar, das wird ziemlich langsam werden. Jedoch zählt eigentlich gemeinsam losfahren, gemeinsam ankommen und so bin ich die ersten knapp 10 bis 15km gemeinsam noch mit den beiden gefahren. Bis dann.ein steilerer Hügel kam und sie dann weit zurückblieben und ich habe schon gewartet und bin sehr langsam gefahren… Ich musste mich entscheiden: wollte ich wieder alleine fahren, da die vorherigen Fahrergruppen langsam unerreichbar wegfuhren oder warte ich noch. Lange gehadert und doch für Variante 1 in Abstimmung mit den beiden entschieden. Und dann habe ich auch Fahrt aufgenommen und habe die Lücke zu andern Gruppen wieder  zugefahren. Das strengt an, da ich schneller als die Gruppe fahren muss und wenn diese aber schon knapp an meinem fahrerischen Limit fährt, heißt dies etwas über die Grenzen zu gehen – Immer mit Blick darauf erst am Anfang der Tour zu stehen  es warten noch ca. 95 km….

Das hat dann gut geklappt und ich habe mich erst einmal hinten reingehängt – Kraft sparen durch Windschatten! Durch das tolle Wetter rollte es super und aus dem ich fahre  auch etwas langsamer, wurde schnell ein Durchgangstempo von ca. 30-32 km/h daraus. Genial – so lief es bis zur ersten Verpflegungsstelle – dann habe ich die Truppe leider verloren – ich habe wahrscheinlich zu lange Pause gemacht!? Hier habe ich auch meine 2 Mitstreiter getroffen. Die gerade ankamen, als ich losfuhr (also ca. 20 min hinten dran)

Verpflegung Templin

Nach einer Stärkung mit Kaffee, Fett-Brot und Kuchen ging’s dann weiter. Knapp 2/3 der Distanz waren noch zu bewältigen. Nach einer kurzen Solofahrt konnte ich mich an eine Mini-Truppe aus 2 Fahrenden anschließen. Einer davon fuhr ohne Klick-Pedale (Nur Drück- aber keine Zieh-Kraft  an der Kurbel) und mit einem schon älteren Rad-Model und war auch älter als ich – aber der hattet einen Wums drauf . Da konnte ich gerade so mithalten. Zu dieser Gruppe gesellten sich durch Überholungen oder Zufahren von Lücken noch so 4-5 weitere Teilnehmende. Und so ließ es sich fahren. Ich musste an den Bergen nicht immer eng hinterherfahren – eigenes etwas langsameres Tempo – die kleinen Lücken habe ich dann auf Flachdtücken oder Abfahrten wieder geschlossen. Und so lief es bis zur zweiten Verpflegung, 25km vor dem Ziel. Hier bin ich gewollt etwas früher los, als die anderen.

Und dies war im Nachhinein suoer, da ich eine neue Truppe gefunden hatte, die richtig die Pace gemacht haben.  Wie gesagt, ich wollte eigentlich etwas ruhiger machen. Mit der Gewissheit das Ziel vor Augen habe ich alles mobilisiert und so sind wir zusammen ca. 10km ein Tempo zwischen 35-42 km/h gefahren Und das rollte verdamme gut, auch wegen des auf diesem Teilabschnitt herrschenden Rückenwinds. Dann machte die Gruppe plötzlich schlapp und ich ging alleine voraus. Und vorne alleine zu fahren ist doch noch etwas anderes als im Windschatten. Zunächst versuchte die Gruppe noch dran zu bleiben, musste aber anreisen lassen. So dass ich die letzten 12 km alleine gefahren bin. Aber es lief weiterhin gut und ich hatte noch Energie – das war auch schon anders. Aber ab Km 105 ging es fast nur noch bergab bzw. flach.

Nach knapp 115km und Fahrzeit von 4:06h bin ich dann gut im Ziel wieder angekommen.

(c)(R) strava.com: zurückgelegte Strecke

Fazit: Es war eine schöne Tour – wenn ich mal das Loch-an-Loch-Teilstück vor der 2. Verpflegung unterschlage (Katastrophe). Dieses Mal ging’s quer durch die Gruppen – viele neue Leute “kennengelernt“ – wie es so auf dem Rad gehen kann. Drum vielen Dank an alle, die mit mir gefahren sind, und die mir hier und da Windschatten gespendet haben!
Ich bin total mit meinem Abschneiden zufrieden und glücklich – 27,8 km/h Durchsnitt, dass ist mehr als am Anfang erwartet :-).

Aber ein kleines Manko gabs: Ich hatte mich viel zu warm angezogen – also die Sonne raus kam – schwitzte ich gewaltig – aber lieber so als andersherum. Erschwitzt ist noch niemand, oder? 😉

Im Ziel habe ich noch auf meine zwei eigentlichen Mitstreiter gewartet, die ca. 30 min später im Ziel eintrafen. Der schnellste unserer “Truppe“ war zu diesem Zeitpunkt schon auf dem Weg nach Hause. Das habe ich auch gemacht und war gegen 16:30 Uhr wieder daheim…dann hieß es fix machen 6 Uhr startete die Party. Dank guter Vorbereitung war ich nur 10min später, was mit der Gastgeberin aber abgestimmt war. Und die Party konnte starten!

Nach Zahnarzt, Polizeieinsatz, Radtour und Geburtstagsparty brauche ich heute mal ein wenig Ruhe – ich bin halt keine 29 mehr 😉

Toller Kurzurlaub an der Ostseeküste Mitte Oktober 2023 – 1. Tag

Start in Tag 1: Vor der Zeit aufgewacht, (eigentlich wollte ich etwas länger schlafen) , dann zurecht gemacht und dann ab zum Frühstück. Frühstücksmensch trifft auf leckeres und individuell angerichtetes Frühstücksbuffet. Einfach sehr gut! Das war nicht das Big-Buffet und Massenware sondern ein liebevoll und regionales Buffet mit Allem, was Ich morgens im Urlaub brauche und liebe – von süß bis herzhaft. Und das Personal war ebenso herzlich, zuvorkommend und freundlich. 10 von 10 Punkten – sorry, wer hier meckert, hat nicht mehr alles „Tassen“ im Schrank….

Nach der Stärkung ging es raus die Insel erkunden – erst mit dem Auto und dann zu Fuß. Spontan kam mir die Idee, Teilstücke der am Sonntag geltenden Radstrecke mit dem Auto abzufahren – ich wollte sowieso zur nördlichen Spitze von Rügen am/auf dem Kap Arkona. Da musste ich dann sowieso vorbei.

Ich bin die Strecke zwar dann entgegengesetzt gefahren, dies reichte auch schon aus, um erstmal kein gutes Gefühl für das Rennen am nächsten Tag mitzunehmen. Die Strecke war eben ganz schön hügelig – das ist nicht so mein Lieblingsterrain. Und 750 Höhenmeter sind zwar für Gebirgsmenschen ein Nichts, aber für grundsätzlich Flachlandfahrer, wie ich, reicht es, gut gefordert zu sein. Aber das habe ich dann erst einmal für den Tag abgehakt…

(c)(R) Google Maps – Fahrt Sellin – Kap Arkona
(c)(R) Strava – RügenChallenge 2023

Nach doch einer knappen Stunde Autofahrt bin ich dann am Parkplatz zum Kap Arkona angekommen. Das Wetter lies es zu, den knapp 2 km Weg zum Kap zu Fuß und nicht per Touristen-Bahn zu bestreiten (wie ich dies vor ein paar Jahren – 2016 – schon mal gemacht habe)

Leuchtturm Kap Arkona 2016

So sehe ich auch mehr von der Landschaft und der Gegend. Außerdem ein Spaziergang lockert die trögen Knochen und Muskeln 😉

Auf dem Weg kommt man zunächst durch Putgarten bevor man Arkona erreicht. Dort befinden sich auch die Leuchtturm und Nebelwarn-Anlagen, die besichtigt werden können, was ich aber nicht gemacht habe.

Leuchtturm Kap Arkona

Ich habe mich auf die Natur konzentriert und bin bis zum nördlichsten Punkt von Rügen gelaufen, der sich natürlich am Kap Arkona befindet. Dort hatte ich einen tollen Weitblick aufs Meer – naja es geht bestimmt besser. Da das Wetter mild war, hatte sich auch die See beruhigt und der Weg hinunter zur Küste war ohne Probleme möglich.

Nördlichster Punkt auf Rügen
Küste am Steilufer Kap Arkona

Nach einer guten Brise Ruhe tanken ging es die Steilküste wieder hinauf, auf dem Weg durch das Wäldchen zum Leuchtturm zurück. Hier noch kurz eine Gedenkmünze gezogen und ein Kühlschrank-Magnet gekauft um dann zum Auto zurückzugehen.

Ein toller Spaziergang findet so sein Ende und auch der Rückweg erfolgt auf der Radstrecke von Sonntag (und da sehe ich gleich, dass es drei mörderische Kopfsteinpflaster-Bereiche geben wird. Das Material und ich tuen mir beim Befahren mit dem Auto schon leid – wird sich do bestätigen).

In Sellin angekommen, hieß es beim Organisationskomitee im Kurhaus des Ortes die Startunterlagen, Transponder für die Zeitmessung (muss danach wieder abgegeben werden) und Startnummer abzuholen (Öffnungszeiten 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr)

Startnummer für RügenChallenge 2023

So nun noch einmal die Seebrücke Sellin im Halbdunkeln besuchen…

Seebrücke Sellin am Samstagnachmittag
Restaurant und Palmgarten auf der Seebrücke
Tauchkugel an der Seebrücke Sellin
Start/Zielbereich auf der Wilhelmstraße am Vorabend des Rennens

Und im Appartement wieder zurück, lass ich den Tag in Vorbereitung auf den Sonntag in Ruhe ausklingen. Naja ruhig – aufgeregt bin ich schon, wie es morgen laufen wird – ist das erste Mal…

Ok, dann im Appartement Essen kochen – Natürlich Nudeln mit Nudeln für die benötigten Kohlenhydrate 😉 – nein es gab auch Hühnchen und Tomaten-Chutney dazu. Dann Trikots, Hosen, Arm- und Beinlinge rauslegen – eine Jacke werde ich nicht brauchen – es sind 15Grad vorausgesagt und das Rennen startet erst 11:10 Uhr für die 107!km – wie ich mich genau anziehe entscheide ich dann am Sonntagmorgen.

Zum Schluss noch den Transponder an der Vorderachse befestigen . Ohne Transponder keine Teilnahme…

Transponder zur Zeitmessung

…und dann mit ner TV-Serie den Abend beenden (mal wieder später ins Bett gegangen als geplant 😉 )

Nächster Tag… das Rennen…

Toller Kurzurlaub an der Ostseeküste Mitte Oktober 2023 – Anreisetag

Dies ist wieder so ein Artikel den ich angefangen habe zu Schreiben und aber immer wieder Aktivitäten dazwischenkommen, die mich hindern diesen zu finalisieren…Und es gibt soviel zu erzählen – es wird länger und länger – ich teile die Stories nun nach Tagen auf… und starte, wie soll es anders sein, mit dem Anreisetag 🙂

Sportliche Aktivitäten verbunden mit Erkundungen von Natur und Landschaft sowie manch Herausforderung standen am verlängerten Wochenende um den 21./22.10. auf dem Programm meines Kurzurlaubs auf der Ostsee-Insel Rügen.

Natürlich galt es hauptsächlich mal wieder in die Pedalen zu treten und die Rügen Challenge – ein Jedermann Rennen – zu bewältigen und grundsätzlich die Saison langsam zu beenden, da es doch jetzt öfters nass auf den Straßen sein wird.

Der Tripp stand zunächst überhaupt nicht unter einem guten Stern. Knapp 2 Wochen zuvor sollte ich mich eigentlich auf sehr nass-kaltes Wetter mit 5-6 Grad im Maximum vor Allem ohne jegliche Sonne einstellen. Dann – ein paar Tage später – wandelte sich die Voraussage und die Sturmflut quetschte sich dazwischen. Und ich möchte nicht in den Regionen gewesen sein, wo die Küste so richtig getroffen wurde – auch auf Rügen . Am Ankunftstag – Freitag, 20.10., war das Unwetter und die Sturmflut im vollen Gange und die Macht des Wetters konnte ich mehr als spüren. Peitschender Regen, Sturm, sehr hohe Windgeschwindigkeiten. Also absolut feindlich und drinnen war man besser aufgehoben. Dennoch war die Unvernunft etwas größer und ich habe doch zur Seebrücke in Sellin geschaut. Hier zeigte sich am Meeres-Getöse die Heftigkeit des Sturms. Schlimm und doch faszinierend….

Nach dem Sturm kam dann aber das schöne Wetter zurück. War es am Samstag noch grau in grau, gab es dafür Sonntag und Montag schönstes Herbst-Wetter – wirklich Golden. Sowohl für die Rundfahrt als auch zum Wandern und Flanieren war es genial.

Der Anreisetsg

Nach dem Einladen ins Auto in Berlin ging es etwas später als geplant gegen halb eins los ins Abenteuer Rügen. Nach knapp 4h Fahrt im Regen und eigentlich nicht so auf gerader Strecke (Umfahrung wegen eines Staus), bin ich am Zielort Sellin angekommen.

Ich wurde sehr herzlich und zuvorkommend vom Personal meiner Unterkunft- Villa Sand im Schuh – sogar noch am Auto begrüßt und das Gepäck wurde zur Rezeption getragen. Auch die Unterkunft – – ein kleines Appartement mit Wohnbereich, Schlafzimmer und einer kleinen Küche – war sehr schön eingerichtet und an Kleinigkeiten, wie z.B. zu einem Herz trapierte Handtücher, zeigt die persönliche und liebevolle Art der Hotelbesitzer. Auch das Entgegenkommen das Frühstück zu übernehmen, weil ich eben nur alleine angereist war und nicht, wie gebucht, zu zweit. Also es gibt noch die kleinen Wohlfühl-Oasen, von denen ich träume – ok ich bin auch vielleicht etwas einfacher glücklich zu machen.

Villa Sand im Schuh – App 2

Wie ihr mich kennt, kann ich nicht lang stillsitzen. Nach dem ich ausgepackt hatte, habe ich, wie oben schon gesagt, erst einmal mitten im Sturm (aber mit Vorsicht) die Seebrücke Sellin besucht. Diese war natürlich gesperrt – aber ein wenig gucken ist immer möglich. Und dann ging nach einem Spaziergang im Ort auch der Anreisetag zu ende…. – siehe Fortsetzung zum Tag 1

Seebrücke Sellin, 20.10.2023
Ahoi Bad Sellin

Bevor das „November-Wetter“ am Sonntag so richtig kommt

Nachdem nassen Vergnügen letzte Woche beim Hügelmarathon in Prenzlau hatte ich die ganze Woche das Wetter verfolgt und es sah zunächst gar nicht nach Fahrrad-Wetter in der Region Berlin/Brandenburg aus. Regen, Regen, Regen…

Um nicht jetzt schon im Oktober komplett auf das Radtraining outdoor verzichten zu müssen, hatte ich mir zum Anfang der Woche schon einen Plan geschmiedet nach Mecklenburg -Vorpommern und Schleswig-Holstein mit einer Tour von Wismar nach Lübeck auszuweichen.

(c)(R) komoot -Ersatzplanung für 14.10.2023

Zeitgleich hatte ich noch an unser BRS-Cycling Team im Chat eine Umfrage eingestellt, wer auch am Wochenende den Sommer verabschieden wollte. Die Resonanz war leider nicht so gut, da schon 50% nicht von der Rolle sondern auf die Rolle umgestiegen sind – haben also die Outdoor-Aktivitäten mit dem Rad für dieses Jahr eingestellt.

Meine Rolle zu Hause – flexible, wenn man nur ein Rad hat

Naja, es kam sowieso anders… Ab Mittwoch öffnete sich die Chance doch in Berlin/Brandenburg ohne Regen „auf die Straße“ gehen zu können und dies wurde tatsächlich von Tag zu Tag realer und Freitagabend kam tatsächlich dann doch noch eine Anmeldung zum Mitfahren für Samstag – ist immer gut, nicht alleine loszufahren. – so beschloss ich, doch nicht für die Radtrip Richtung Ostsee wegzufahren.

(c)(R) Regenradar

Das Regenband, dass quer über Deutschland Samstagfrüh vorüberzog (s.o.), haben wir dann noch abgewartet. Nach 10:00 Uhr war der Spuk erst einmal vorbei und eigentlich, ich komme später darauf zurück, sollte für den Rest des Tages auch kein Regen mehr auf unserer Tour anstehen.

Kein Regen – schön und gut – aber den Wind konnten wir nicht abstellen – auf Böen bis zu 45-50 km/h mussten wir uns schon einstellen und zwar leider mit Windrichtung von West nach Ost bzw. Nordost. Also genau unsere Richtungen der Standard-Wege…

Der Regen war tatsächlich 10:00 Uhr vorbei – dann noch die Strecke etwas abtrocknen lassen – Unfallgefahr minimieren – so dass zunächst für 11:30 Uhr, korrigiert 11:45 Uhr, der Start am üblichen Treffpunkt verabredet wurde.

Ich hatte mir eine angepasste Strecke rausgesucht, die leider aufgrund des Windes und stark befahrener Streckenabschnitte nicht gut ankam. Ich bin da flexible und lass mich gern auch auf andere Strecken ein, so dass mein Companion das Routing übernommen hat.

Zum Start haben wir uns erst einmal Richtung Mühlenbeck explizit gegen den Wind aufgemacht , so das wir auch Radstrecken mit dem Wind dabei hatten. Dann ging’s Richtung Liebenwalde, Eberswalde und über Strausberg dann auch zurück.

(c)(R) komoot – Radtour 14.10.2023

Gegen den Wind war schon echt nicht leicht, zu Mal es böiger Wind von seit vorne war. Das heißt der Wind bläst dich fast von der Straße und du denkst ständig du fährst in leichter Schräglage, was nicht tatsächlich so ist – ist nur das Gefühl, da der Wind ja mit dir macht, was er will und nicht, was ich will 🙂 . Der Streckenabschnitt Liebenwalde – Eberswalde war dann die Strecke mit dem Wind und leider habe ich zu spät gemerkt, das ich ein wenig überpace – zu schnell unterwegs bin – das wird sich später noch etwas rächen. Aber dieser Abschnitt rollte super – 35iger Schnitt – nicht schlecht.

Vor Eberswalde machten wir einen kleinen Stopp, bei dem auch die Bilder (s. u.) entstanden. In Eberswalde muss man das Bergfahrer-Gen wecken, da insbesondere Richtung Bad-Freienwalde ein richtiger Anstieg auf einen wartet. Mein Companion ist am Berg immer besser als ich und hat dann auf mich gewartet, da ich runtergeschaltet habe und eher gemütlich hochgefahren bin. Hier habe ich am Ende des Hügels doch schon etwas in die Reserven gehen müssen – aber davon habe ich mich dieses Mal wieder erholt.

Wie schon geschrieben, führte unsere Strecke dann nicht weiter Richtung Bad Freienwalde sondern sind dann Abzweigung Richtung Strausberg gefahren. Bis kurz hinter Alt-Landsberg war die Welt für mich noch in Ordnung. Danach fing es an, dass ich vermehrt in die Reserven gehen musste. Jetzt war ich zudem auch noch dran, vorne zu fahren. Ich kann mich nicht die ganze Zeit hinten ziehen lassen – macht schickt sich nicht – so stand ich dann komplett im Wind (gegen den Wind schräg von Vorne kommend). Kurz-Analyse: aufgrund der langen Strecke, des böigen Windes und der zwischenzeitlich zu schnellen Geschwindigkeiten waren normale Fahrparameter nicht mehr drinne. Auf meiner ungeliebten Strecke zwischen Alt-Landsberg und Ortsbeginn Mehrow ging dann fast gar nicht mehr – erst einmal durchpusten. Und mein Companion schien anders als beim letzten Mal – da war es umgedreht – dieses Mal noch Bärenkräfte zu haben. Aber Aufgeben gibt es sowieso nicht. Zähne zusammenbeißen! Aber zusammen Losfahren heißt auch zusammen Ankommen.

(c)(R) strava.com – Fahrt am 14.10.2023

Und dann zogen am Himmel, nicht wegen meiner Leistung 😉 , auch noch schwarze Wolken auf. „Da werden wir wohl nass werden“, meinte mein Mitfahrender noch und schwups fielen die ersten Tropfen am Ortseingang Mehrow.

Weiterfahren oder Unterstellen? – zunächst wollte ich weiterfahren – nur schnell nach Hause – habe aber den Rat zu einem Stopp angenommen und schnell haben wir uns in einer Bushaltestelle in Mehrow verkrochen. Dennoch ein paar Tropfen hatte uns und die Räder schon erwischt. Und nur gut, das wir uns untergestellt haben, denn das war mehr als nur Nieselregen. Das war ein zwar kurzer (5 min) aber sehr heftiger Schauer. Wir wären pitsche patsche nass geworden…

(c)(R) strava – Mehrow Bushaltestelle

So haben wir gewartet bis das gröbste durch war und sind dann die restlichen ca. 10 Kilometer angegangen. So gab’s nur noch nass von Vorne und Unten und nicht mehr so von Oben. Dennoch hat es aber auch gereicht – da ich dieses Mal keine Regenjacke dabei hatte.

Komischerweise nach dem Regen war meine Konstitution wieder besser und wir mussten nicht nach Hause schleichen – auch wenn wir auf die nassen Straßen achten mussten, um nicht noch zu stürzen. Das kann mit den dünnen Reifen sehr schnell gehen…

Was wäre gewesen, wenn ich vorher nicht so langsam unterwegs gewesen wäre, hätten wir eine Chance gehabt, vor dem Regen zu Hause anzukommen? Womöglich! Das Hätte, Wäre, Wenn- Spiel lasse ich mal sein…das ärgert mich sonst noch. Auch wenn ich froh war zu Hause zu sein, aus den Klamotten raus zu kommen und unter die warme Dusche springen zu können, war es insgesamt eine wunderbare Tour mit nicht ganz einfachen Windbedingungen aber mit nochmal für Oktober guten Temperaturen und zwischenzeitlich sogar Sonne und das nicht nur am Himmel 🙂 .

Und mit 145 km ist die Tour viel länger ausgefallen als ich geplant hatte. Das heißt ich bin sehr, sehr zufrieden darüber. Und nur so reizt man seine Grenzen aus und weiß, wo man dran arbeiten muss.

Jetzt geht dennoch langsam die Outdoor-Saison zu Ende -aber vielleicht lässt das Wetter auch im Winter ein paar Fahrten zu – Mal sehen.

Jetzt stehen noch zwei wichtige Ziele auf dem Plan:
1.) Jahresziel: Gesamtstrecke Radfahren von 3.000km

(c)(R) strava.com – Jahresziel ist im Blick und noch zu schaffen

2.) Rügen-Challenge nächsten Sonntag

Nächste Woche Sonntag, 22.10.2023 11:10 Uhr, steht zum ersten mal für mich die RügenChallenge an – mein gewähltes Ziel 107 km. Wenn dieses halbwegs so läuft, wie diesem Samstag, 14.10., dann will ich auch dann sein. Wobei Rügen ist hügelig und wellig und meist ist es zu dieser Jahreszeit sehr windig. Zu dem ein weiterer, kleiner Wermutstropfen: die Temperaturen sollen einstellig werden (6-7 Grad). Wir „sprechen“ uns nächste Woche….